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 Das Alte Lager {IV}

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AutorNachricht


 Shenali

BETA-Wölfin
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BeitragThema: Das Alte Lager {IV}   Mo 01 Feb 2016, 19:05

das Eingangsposting lautete :

Wildblühende Sträucher und dornige Büsche bilden verankert an hoch emporgewachsenen Bäumen eine Art Schutzring um eine ins Erdreich eingelassene Sandkuhle. Dieser Ort dient dem Südrudel nun als Lagerplatz und wird von ihnen als Behausung, Geburtsstätte und Versammlungsort genutzt. Hier und da liegen verstreut Überreste von einigen Zweibeinern, da diese die Beschaffenheit dieses Ortes genau wie die Wölfe zu schätzen wussten, doch der undurchdringliche Schleier der Natur breitet seine Flügel aus und lässt den Waldboden auch hier wieder fruchtbar und neu wachsen.

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AutorNachricht


 Kanan

Heiler | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Sa 13 Feb 2016, 22:05

Ich hätte am liebsten gestöhnt, wenn es nicht so unangebracht gewesen wäre oder besser gesagt wenn ich die Gelegenheit dazu gehabt hätte. Kaum war ich in dieser illustren dazu gestoßen da tauchte schon Malik auf, was nicht viel gesagt hätte, wäre dadurch nicht eine Entschärfung der Situation gefördert worden hätten seine Worte nicht eine kalte Untermalung gehabt. Ganz ehrlich, ich verstand es überhaupt nicht was hier grad vor sich ging. War das Rudel komplett so durch den Wind das es an jeder Ecke eine Bedrohung sah, ständig hörte ich nur Nord hier und Nord da, Kernprobleme wie die Wasserknappheit kamen da gar nicht zur Sprache oder wurden durch diese Zwistigkeit zur Seite geschoben. Nun wo eine Einzelgängerin in unserer Mitte auftauchte, drehten allen beinahe durch, zugegeben, nicht alle aber die Meisten reagierten so auf eine extremsten sowie übertrieben weise das es mich schockte. Ich hatte meinen Lefzen geöffnet um etwas sagen zu können, das sie sich doch alle erstmal beruhigen sollen bevor man sich hier zerfleischte, ein Freund von unangemeldeten Eindringlingen war ich ja auch nicht aber mal davon abgesehen das der einzige Fehler der Einzelgängerin es war etwas frech zu sein, hatte sie niemanden wirklich bedroht. Das nun auch noch Madrán auftauchte, SEINE Versammlung verließ und somit eigentlich zeigte das er seinem Beta anscheinend nicht mal zutraute einen Konflikt alleine zu lösen, mal ganz zu schweigen das nun Shenali diese Versammlung alleine fortsetzen musste, fand ich das es mehr als übertrieben. So kam es das ich nun das tat was ich nun tun musste, wozu ich gerade gezwungen wurde. Ich stellte mich zwischen Madrán und der Fähe, die noch nicht mal ansatzweise die Gelegenheit bekam sich vorzustellen. Jetzt ist aber mal gut, ihr alle. Wenn man davon absieht, dass sich diese Situation durchaus auch ohne Zutun eines Betas, geschweige denn des Alphas hätte gelöst werden können mal abgesehen davon das nun Shenali die Versammlung ganz alleine fortsetzen muss Madrán. Eine Versammlung die du übrigens einberufen hast. Ich sah den Rüden scharf an, ich hatte noch nie große Hemmungen mal meine Meinung gegenüber dem Alpha zu präsentieren, das hatte ich weder gegenüber Thorak und noch nicht mal gegenüber Madrán selbst. Ihr alle benehmt euch so verkniffen und Stur wie ein Welpe dem man Bauarrest aufgebrummt hat, eure Wut und Angst ist durchaus verständlich und nachvollziehbar aber das einzige Verbrechen was diese Fähe, die im Übrigen noch nicht einmal die Gelegenheit hatte sich vorzustellen begannen hat, ist, dass sie ein zu loses Mundwerk hat. Mein Blick ging in die Runde, dabei blieb er kurz bei Liberty hängen, nur um dann bei Madrán schlussendliches hängen zu bleiben. Der einzige unter euch der ansatzweise ihre Denkweise als Einzelgängerin nachvollziehen kann ist meine Wenigkeit, ab dem Punkt meiner Einjährigkeit habe ich die Welt gesehen. Ich habe die schlimmsten Auswüchse Wölfischem Charakters gesehen die man sich vorstellen kann aber auch das Beste was ein Wolf hervorbringen konnte. Meine harschen Worte musste ich einfach kurz Luft machen, es lag keine allzu große Wut darin, sondern eher ein wenig Frustration darüber mir bei jedem Gespräch anhören zu müssen wie sehr doch die Nord bezahlen würden, dies und das, blablabla und etcetera, etcetera. In diesen Moment wollte ich einfach mal was Anderes hören, die Versammlung war ja mal ein guter Anfang gewesen aber man irrt sich schnell. Was jetzt gerade passierte war ein allzu gutes Beispiel dafür wie vernebelt und voreingenommen die Wölfe des Rudels waren. Genau das schien das gewesen zu sein vor dem mich Balder, mein Bruder, mich gewarnt hat aber ich versuchte mich gar nicht darauf einzulassen. Meine Meinung war nun mal eine andere und diese hatte ich nun standfest zur Geltung gebracht, wenn ich auch vielleicht auch der einige war der das so sah. Um das hier endgültig zum Abschluss zu bringen, ich werde mich Ihr Annehmen, denn dann könnt ihr euch wieder der Versammlung widmen und damit ihr mal meine Meinung hört: Hört auf permanent von den Nord zu sprechen, wenn wir hier verdursten dann können die uns es einen Dreck scheren den dann sind wir alle tot. Meine Miene war entschlossen, ich würde das so durchführen wie ich das gerade gesagt habe. Die Versammlung selber brachte mich Persönlich nicht weiter, vor allem nicht, weil ich die Gelegenheit selber nutzen würde um mir den Flussverlauf anzusehen. Vielleicht wusste die Einzelgängerin sogar etwas was uns weiterhelfen könnte, doch, wenn man sie zerfleischte dann half das uns überhaupt nicht.
 
Angesprochen: Die Gruppe  Erwähnt: Ayra
 
» Ist erschüttert | Kommt nicht zu Wort | Beginnt die Gruppe zu Maßregeln | Schließt das Thema ab «
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 Shenali

BETA-Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   So 14 Feb 2016, 17:29

Ich lauschte Madráns weisen Worten, während mein Blick hin und wieder zu Enapay schweifte, der sorglos mit Ruby herumtollte. Ich war froh, dass unser Alpha seine Schwäche nach dem Fortgang Ivaylos und dem Tod seiner ehemaligen Gefährtin überwunden hatte, es war in dieser schwierigen Zeit im Rudel zu viel Unfrieden und Zwistigkeiten gekommen und wir brauchten einen führenden Wolf, der sich durchsetzen konnte aber dennoch auf das Rudel achtete. Erfreut stellte ich fest, dass Madrán wieder zu sich selbst gefunden hatte und vermutlich ebenso klug gesprochen hatte, wie es mein Vater getan hätte. Loke war offenkundig überrumpelt von Madráns Worten, sodass sie ihre harsche Meinung änderte und dem Rudel mehr oder weniger offenkundig mit ihren Worte die Treue schwor. Ihre Wortwahl überraschte mich - die Wölfin, die nur zu oft selbst gewählt am Rande des Lagers und des Rudels saß, hatte gerade mehr oder weniger zugegeben, dass es ihr doch nicht egal war, was mit dem Zusammenhalt des Südrudels geschah. Vinzina, die eine Jungwölfin die oft so schweigsam war, schaltete sich nun auch ein mit Vorschlägen, die mich interessiert die Ohren zucken ließ. Mein Blick verweilte auf der Braungefärbten, sie hatte sich offensichtlich schon länger mit der Problematik auseinandergesetzt und zeigte mir mit ihren Worten, dass sie auch auf die Kleinsten achtete. Parallel zu Croís Ansprache ließ ich mein Blick über Enapay, Ruby und Manali gleiten, die sich nach wie vor an meiner Seite befand und den Worten der älteren Wölfe zu lauschen schien, allerdings konnte ich mich in dieser Hinsicht auch täuschen, denn meine Kleine versank des öfteren in ihrer eigenen, kleinen Welt. Ich erwiderte Croís Blick als Maliks und meinen Nachwuchs erwähnte und mit den unterschiedlichsten Worten an den Zusammenhalt des Rudels appellierte. Obwohl sie etwas unsicher wirkte, stand Madrán stolz neben ihr und in seinem Blick vermochte ich warme Gefühle zu deuten, nach denen ich mir sicher wahr, dass die graue Wölfin ein wichtiger Rückhalt für ihn geworden war.

Schließlich erschien Air vor uns, nachdem sie nach Betrayal geschnappt hatte, das Ebenbild Idaynas. Ihr Anblick machte mir nur noch einmal zu deutlich bewusst, welche Verluste wir zu verzeichnen hatten und ihre angespannte Körperhaltung zeugte von einer inneren Unausgeglichenheit. Ich hoffte, dass Madrán ihr erlauben würde, an der Grenze zu patrouillieren und dieser Situation zu entkommen, in denen sich die Wölfe im Rudel ständig über die Mörder ihrer Schwester unterhielten und sich gegenseitig Vorwürfe aufgrund der unterschiedlichen Anschuldigungen machten, allerdings sollte er ihr besser einen anderen Wolf an die Seite stellen, denn Alleingänge waren nie ungefährlich. Ich hoffte wirklich, dass bald endlich alle einsehen würden, dass das Nordrudel für die Morde verantwortlich war und keine Einzelgänger, egal, was Kanan auch dagegen sagen mochte. Er selbst war lange Zeit kein Mitglied des Südrudels gewesen und ich hatte manchmal das Gefühl, dass er auf der langen Reise als Einzelgänger bestimmte Werte des Rudellebens vergessen hatte. So hatte ich nicht mehr für ihn über als einen herablassenden Blick. Ich zählte ihn zwar zu meinen engen Bekannten, insbesondere aufgrund der gemeinsamen Jugendzeit, die wir mit Balder und Malik verbracht hatten, aber sein Wesen hatte sich verändert, ebenso wie ich mich verändert hatte. Verstand er es nicht mehr, als ein Rudel zusammen zu halten und auf Erfahrungen anderer zu vertrauen? Musste er alles anzweifeln? Mnachmal hatte ich das Gefühl, dass er sich in bestimmten Dingen in dieselbe Richtung wie Balder entwickelte, obwohl die beiden Brüder einmal so unterschiedlich gewesen waren. Aber seit Lioba das Rudel hatte verlassen müssen - dem Himmel sei Dank - war es noch schlimmer mit dem vernarbten Wolf geworden. Hin und wieder meinte ich, seinen beinahe schon abwertenden Blick auf mir zu spüren, aber bisher hatte ich gehofft, mir das Ganze nur eingebildet zu haben.

Apropos, wo war Balder eigentlich? Er konnte unmöglich nicht mitbekommen haben, dass die Versammlung einberufen worden war, und selbst wenn er sich selbst distanzieren wollte und dem Rudel nach wie vor grollte, hatte er kein Recht, Lycidas ebenfalls fern zu halten. Der Kleine war zwar noch jung, aber er gehörte in den Schutz des Rudels, so wie Manali, Enapay, Ruby und Iki auch. Während sich nach und nach ein paar Wölfe von der Versammlung entfernten, erspähte ich schließlich Balder hinter einigen, dichten Sträuchern und neben ihm das dunkle Fell des kleinen Rüden. Ich fixierte ihn aus meinen bernsteinfarbenen Augen und fragte mich, ob er die Aufforderung in meinem Blick wahr nehmen würde. Schließlich spürte ich, wie warmes Fell ein meiner Flanke entlang strich und parallel dazu die Anweisung Maliks an Enapay, bei mir zu bleiben, während er von der kleinen Erhöhung sprang und sich zu einer ganzen Gruppe Wölfen begab, die sich zusammengerauft hatten. Irritiert blinzelte ich - machte sich da gerade Leithra regelrecht dazu bereit, jemandem an die Kehle zu springen? Ich sog tief die mich umgebende Luft tief und bewusst ein, die stark nach meinem Rudel duftete, aber auch ganz leicht nach jemand Fremden. Instinktiv sträubte sich mein Nackenfell und mein Herzschlag beschleunigte sich, doch da sich nun auch Madrán inklusive meines Gefährten der Sache annahm, wurde meine Anwesenheit wohl nicht benötigt. Dennoch kribbelte es mir in den Pranken, meine Stellung ebenfalls zu verlassen, doch ein leises Quieken erinnerte mich daran, dass es im Augenblick Wichtigeres gab als dieses neue Problem zu lösen - nämlich, mich um meine Welpen zu kümmern. Ich schob Manali mithilfe meiner Rute dichter an meine Flanke und leckte dann über meinen schneeweißen Pelz, sodass sich meine Haare wieder dichter an meinen Körper schmiegten und die Welpen von meiner Angespanntheit verschont blieben. Ich stellte mit einem prüfenden Seitenblick fest, dass bei Enapay und Ruby nach wie vor alles in Ordnung war und richtete mich dann stolz auf, sodass die verbliebenden Wölfe wussten, dass nach wie vor eine Betawölfin die Position hielt und die Versammlung nicht beendet war. Die zunehmende Trockenheit, die sich in meinem Maul bemerkbar machte, erinnerte mich an das nach wie vor nicht ansatzweise gelöste Problem der Wasserknappheit und ich hoffte, dass Malik und Madrán das Problem am Rande des Lagers schnell aufklärten, sodass wir zum Hauptaugenmerk zurückkehren konnten.

BtW: Kanan, Balder, Lycidas, Manali, Enapay, Ruby, Croí, Vinzina, Loke, Malik, Madrán, Leithra, (Ayra)

{hört Madrán, Loke, Vinzina und Croí zu | denkt nach | fixiert Balder (& Lycidas) | entdeckt die Situation rund um Ayra | bleibt bei den Welpen | richtet sich auf um ihre Anwesenheit zu betonen}

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 Ayra

Einzelgängerin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   So 14 Feb 2016, 17:59

Chapter 1.04
Ich ließ Leithras wütende Tiraden über mich ergehen. Sollte sie sich ruhig die Seele aus dem Leib fauchen und keifen, mich sollte es nicht stören. Aber ein gutes hatte die Sache: Es war ebenso viel Wut und Hass in ihren Worten wie Informationen über die momentane Situation des Rudels. Die „Nord“ also… Ein zweites Rudel? Aufgrund des Namens hatten sie ihr Lager vermutlich weiter nördlich. Und die Beziehungen zwischen den beiden Rudeln schien, Leithras Blicken zufolge, wohl gerade einen bemerkenswerten Tiefpunkt erreicht zu haben. Und dieses Lager hier war Leithras Worten zufolge das alte Lager der Nord. Hatten sie die Nord etwa von hier vertrieben? Oder hatten sie sich schon vorher ein neues Territorium gesucht?
Aber nicht nur ich hatte die Wut Leithras auf mich gezogen. Die weiße, halb blinde Fähe musste sich auch so einiges anhören. Sie haben also tatsächlich Wölfe verloren…, dachte ich. Verluste zu überwinden war schwer, das wusste ich selbst. Und jeder Wolf hatte seinen eignen Weg damit umzugehen. Leithra schien zu der Sorte zu gehören, die Trauer in Wut umwandelte. Die Geschichte mit den Welpen erklärte natürlich ein gewisses Misstrauen gegenüber Einzelläufern. Aber bitte: Welcher Einzelläufer wäre so lebensmüde, in ein Lager von 30 Wölfen einzudringen und versuchen jemanden umzubringen?
Meine Worte erfreuten die schwarze Fähe natürlich keineswegs. Das hätte ich mir ja gleich denken können. Wenn gleich Funken oder Blitze aus ihren Augen geschossen wären, ich wäre kein bisschen überrascht gewesen. Aber ich ließ mich nicht einschüchtern. „Wer im Kampf Angst zeigt wird verlieren, Ayra, merk dir das.“, pflegte mein Vater zu sagen. Und ich hatte schon genug verloren. »Es waren ehrliche Worte. Und es gibt wohl kaum richtigere Worte, als solche die der Wahrheit entsprechen.«, erwiderte ich ruhig aber bestimmt. »Ihr könnt mir wohl kaum etwas vorwerfen, das ihr selbst ganz offensichtlich zu tun bereit wärt. Sagt mir ganz ehrlich: Würdet Ihr einen Wolf nicht töten, wenn es um Euer Leben oder das Eures Rudel ginge? Wenn nicht wäre wohl sowohl Euer Lebenswille als auch eure Loyalität in Frage zu stellen.« Ich bezweifelte, dass Leithra meine Ehrlichkeit zu schätzen wusste. Aber ich konnte nun mal nicht aus meiner Haut.
Doch bevor die Situation eskalierte, hörte ich eine tiefe, feste Stimme, die Leithra Einhalt gebat. Ein Rüde, dessen Fell nur schwer mit nur einer Farbe beschrieben werden konnte, trat zu uns hinzu. Er strahlte ganz eindeutig Autorität aus, doch an der Haltung seines Schwanzes konnte ich schließen, dass er nicht das Alpha des Rudels war. Ich hatte es hier wohl mit dem Beta-Wolf zu tun, der nun seinen Blick auf mich richtete. Ich wüsste sofort wie Are, ein kleiner, schwarze Welpe aus meinem alten Rudel, diese Augen beschrieben hätte. „Wie die Oberfläche eines gefrorenen Sees…“ Ich stellte mir Ares große Kulleraugen vor und musste unwillkürlich lächeln. Dann jedoch fiel mir ein in welch prekärer Situation ich mich gerade fand und ließ mein Lächeln verschwinden. Ich setzte gerade zu einer Antwort an als der nächste Wolf sich in unserer Runde einfand. Bald hatte sich hier ja das gesamte Rudel versammelt. Bei diesem grauen Wolf mit den hellen, blauen Augen handelte es sich um den Alpha-Wolf. Als er sich demonstrativ zwischen mich und die gefühlte Hälfte des Rudels stellte, die sich hier versammelt hatte, fragte ich mich wen er damit wohl beschützen wollte: Mich oder das Rudel. Ersteres erschien mir im Anbetracht der Blicke einiger Anwesenden von größerer Notwendigkeit. Er wollte die Frage nicht wiederholen. Gut, wenn ich mal antworten dürfte, muss er das auch nicht…, dachte ich mir im Stillen.
»Ganz im Gegenteil.« Mir sicherer Stimme antwortete ich sowohl dem Beta als auch dem Alpha des fremden Rudels. »Ich suche kein Ende, sondern einen Neuanfang. Ich komme von jenseits des Gebirges, wo ich meine alte Heimat und einen guten Freund zurückgelassen habe. Ich wollte weder eure Beute stehlen, noch für das Nordrudel spionieren, von dessen Existenz ich wie von eurer bis heute nichts wusste. Natürlich war mir klar, dass ich fremdes Territorium betrete, ich verfüge ja über einen intakten Geruchssinn, doch ich hoffte hier im Wald auf eine Wasserquelle zu stoßen…«, versuchte ich mich zu erklären.
Aber bevor mir noch weitere Fragen gestellt wurden, meldete sich wieder der dunkelbraune Wolf von vorhin zu Wort. Er sprach mehr oder weniger das aus, was ich mir im Stillen auch schon gedacht hatte: Waren wirklich so viele Wölfe inklusive Alpha und Beta nötig, um mich in Schach zu halten? Ich hatte die Versammlung unterbrochen, was ich gewissermaßen auch bedauerte... Deshalb hoffte ich auch, dass der Alpha auf die Bemerkung des dunkelbraunen Rüdens eingehen und zur Versammlung zurückkehren würde. Allerdings war ich mir nicht ganz sicher ob er dies so ganz ohne Kommentar tun würde. Denn der Ton, den der Rüde angeschlagen hatte... Sowas konnten Alpha-Wölfe meiner Erfahrung nach schnell in den falschen Hals bekommen. Ich selbst hatte gegenüber den Obrigkeiten meines Rudels auch nicht selten einen etwas respektlosen Tonfall an den Tag gelegt, doch aufgrund meines Ranges und Alters war man nachlässig. Ich war gespannt wie es hier gehandhabt werden würde. Aber schließlich wusste ich nicht, welches Ansehen der Dunkelbraune womöglich besaß. Er schien jedoch eine Gabe dafür zu haben, die wichtigen Dinge zu erkennen und dementsprechend Prioritäten zu setzen. Und ein Blatt nahm er auch nicht gerade vor den Mund. Qualitäten die ich, wenn sie nicht gegen mich zielten, an und für sich sehr schätzte.
Welpen, denen man Bauarrest aufgebrummt hat… Ich musste schmunzeln. Das war wirklich eine treffende Beschreibung! Früher hätte die Bemerkung über mein loses Mundwerk mich vermutlich rasend gemacht. Doch inzwischen hatte ich gelernt meine Schwächen, besonders meine charakterlichen, als solche zu erkennen und zu akzeptieren, wenn Leute sich darüber beschwerten.
Interessiert blickte ich zu dem Rüden hinüber, der mich jedoch keines Blickes würdigte, als er sagte, selbst einmal ein Einzelläufer gewesen zu sein. » Ich habe die schlimmsten Auswüchse Wölfischem Charakters gesehen die man sich vorstellen kann aber auch das Beste was ein Wolf hervorbringen konnte.« Bei letzterem musste ich an Ilja denken. Der gute, alte Ilja. Mein Blick wurde etwas wehmütig. Ich vermisste meinen Freund schmerzlich und hoffte so sehr, dass es ihm gut ging. Jeden Abend bat ich unsre Ahnen darum, ein Auge auf ihn zu werfen. Ob sie mich hörten konnte niemand wissen.  Noch immer verstand ich nicht ganz, warum er nicht mit mir gekommen war. Vielleicht hatte es etwas mit seinem alten Rudel zu tun. Sein altes Rudel… Bei Gelegenheit würde ich mich erkundigen, ob man hier schon einmal von einem Ilja gehört hatte. » ..werde mich Ihr Annehmen.«, hörte ich den Dunkelbraunen gerade sagen und seine Mine ließ keinen Raum für Diskussionen. Mit „ihr“ meinte er dann wohl mich… Ich war etwas unsicher ob ich mich freuen oder gequält aufseufzen sollte. Dieser Rüde könnte ein Engel auf Erden oder die anstrengendste Person sein, die ich seit langem getroffen hatte. Aber das würde man wohl sehen.
Ich konnte nicht anders als zustimmend zu nicken, als er seine letzten Worte sprach. Soweit ich das mitbekommen hatte, hatte zwischen den Rudeln noch kein Kampf stattgefunden noch tat er es im Moment. Von dem feindlichen Rudel schien also keine unmittelbare Gefahr auszugehen. Doch der Wassermangel grub seine tödlichen Klauen in jeden der Wölfe, ohne dass sie es merkten. Ich wusste wie schnell es gehen konnte, dass Wölfe verdursteten. In den Trockenperioden hatten wir nicht selten Wölfe verloren. Und nicht immer war der eigene Durst die Todesursache….
BtW: Leithra, Vinzina, Liberty, Kanan, Madrán, Malik, Air (ooc: hab ich wen vergessen? xD) {Angesprochen: Leithra, Malik & Madrán}

[Lässt Leithras Ergüsse über sich ergehen & gibt anschließend Kontra|hört Malik & Madrán zu & antwortet|lauscht Kanan & erinnert sich an Ilja|hat gemischte Gefühle bezüglich Kanan]
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 Leithra

Elite | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   So 14 Feb 2016, 18:34

Kap 6.06
In mir brodelte die Wut,  die Angst. Hatte ich nicht immer alles gegeben? Hatte ich nicht immer meine Aufgabe erfüllt? Warum fühlte es sich dann so an, als ob ich so schrecklich versagt hatte. Das Gefühl der Schuld nagte an mir wir die Ratten am Aß. Ich wollte doch immer funktionieren, ich hatte doch nur diese eine Aufgabe -zu schützen mit meinem Leben. Wieso konnte ich sie nicht zufriedenstellend erledigen? Ich hatte versagt.  Zwei Wölfe waren tot und der Krieg stand vor der Tür. Und nun. Nun zu allem Übel stand diese Fremde hier und niemand ließ mich einfach meine Arbeit tun. Hätte sie gutes im Sinn,  hätte sie sich wohl nicht wie ein Feigling in den Dreck gedrückt um uns zu belauschen. Waren die anderen so blind und taub..?
Ich konnte diesen gutglauben nicht verstehen. Und nun trat mein beta zu uns und besah mich streng und rief mich zurück. Tatsächlich verstummte ich augenblicklich , ohne jedoch meine Haltung zu ändern oder den eisigen Blick von der Fremden zu nehmen. Auch er schien wenig begeistert von der Anwesenheit der Fremden, doch dieser blieb kaum mehr Zeit etwas zu sagen,-zugegeben ich War wenig an ihren Worten interessiert-, denn auch Madràn stieß zu uns und sein Blick traf mich. Der Tadel darin schwang deutlich mit und mir kippte das Herz.
War es Unverständnis oder gar Verachtung? Ich hatte zu gehorchen und trat langsam und unauffällig zurück, richtete den Blick auf Madràn und dann Malik. Vielleicht Verrat? Schätzten sie es nicht dass ich sie schützen wollte, sie und auch die Welpen- ihre Welpen!
Wieder schloss ich alle Emotionen in mir ein und ein leerer Blick traf Malik, bei dem ich mir nicht einmal sicher War ob nicht doch die Enttäuschung darin zu sehen War.  Doch ehe ich mir noch weitere Gedanken machen konnte, schloss sich mein inneres gänzlich und nun War ich wieder gänzlich ruhig, wenn es mich auch innerlich zerriss.
Kanan Worte waren so hohl wie sie töricht waren. Er War wohl immernoch der Einzelläufer, der zu uns gestoßen War.  Er ähnelte Balder zu sehr und der Groll gegen ihn stieg damit auf. Er sprach als wüsste er Alles besser. Hat er denn die Zukunft gesehen oder das Leben schon einmal gelebt? Mit Freunden udn Feinden.  Einsamkeit und Familie. Krieg und Frieden.
Ich wusste ja, dass ich so etwas nicht hatte. Familie.  Freunde. Vertrauen. Doch soweit sollten Sie mich doch alle kennen, dass sie wussten dass ich aufrichtig War Und dass ich funktionierte. Selten tat ich etwas gegen die Gesinnung meiner Führer. Doch diesmal drehte sich alles und in mir würgte es auf. Ich sollte sie doch schützen udn wie könnte ich es, wenn sie mich nicht ließen, wenn sie mich bevormundet en.
Zugegeben ich ließ fremden keine Chance.  Doch hatte ich nicht allen Grund dazu?
Ich trat nun den Rückzug an. Ich wurde hier nicht mehr gebraucht. Und ich brauchte Zeit um nachzudenken. Mein Blick glitt zur Versammlung und streifte Shenali und croi, die noch immer die Stellung hielten.
Ich würde gehen. Nachdenken und Wasser suchen. Folgen würde mir wohl niemand, so War ich wenigstens sicher, dass ich auch die Zeit bekäme, die ich brauchte. Wer sollte mir schon folgen,  kaum jemand würde sich die Mühe machen. Auch wenn ich hiermit wohl noch Ärger einhandeln würde, weil ich der Versammlung nicht bewohnte. .
Freunde War in letzter Zeit immer mehr zum Fremdwort geworden. Ich fragte mich so langsam, was die Bedeutung dieser Worte waren. Ixh wandte mich nun gänzlich ab und ging in Richtung Lager Ausgang.

Btw malik. Madran. Kanan. Ayra. Shenali. Croí. Rest.
---> Der lichte Wald
(Denkt nach. Ist enttäuscht.  Geht)

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Zuletzt von Leithra am Mo 15 Feb 2016, 16:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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 Ruby

Welpe | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 15 Feb 2016, 15:02

Ich ließ den kleinen Rüden unter mir ein wenig zappeln, ehe ich mich von ihm umstießen ließund zur Seite fiel. Laut stöhnte ich auf und tat so, als ob ich mir mein Bein damit verletzt hätte. Übertrieben rollte ich mit meinen braunen Augen und schloss sie danach, um eine Bewusstlosigkeit zu demonstrieren. Dennoch hatte ich meine Ohren gespeitzt und horchte auf die Bewegungen Enapay's.

Plötzlich hörte ich einen Aufruhr und öffnete einen Spaltbreit die Augen, wobei ich eine fremde, weiße Wölfin entdeckte. Meine Rudelgefährten waren in höchster Alarmstimmung und reagierten aggressiv. Damit wollte ich mich nicht noch einmal auseinandersetzen und schloss meine Augen wieder. Ich war nur ein Welpe und konnte eh nichts ausrichten. Madràn würde schon fair handeln.

So lag ich auf den staubigen Boden und wartete darauf, wie der braun - schwarze Welpe reagierte. Nur mit Mühe könnte ich meine Rute zum Stillhalten zwingen, denn am liebsten hätte ich mit ihr auf den Boden geklopft.

Erwähnt: Enapay, Ayra & Madràn
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 Madrán

ALPHA-Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 15 Feb 2016, 17:56

Ich sah Kanan mit hochgezogenen Augenbrauen an. Es überraschte mich nicht dass er so mi mir sprach, an Respekt mir gegenüber hatte es ihm schon immer gemangelt. Es überraschte mich umso mehr, dass er sich für die Fremde einsetzte.

Doch anstatt ihn für seine forschen Worte zu tadeln sah ich ihn nur kühl an. "Bitte, wie du willst. Wie willst du dich ihrer denn annehmen? Ohne meine Entscheidung darüber einzuholen?", fragte ich kühl.
"Es liegt nicht bei dir zu entscheiden ob sie bleiben kann oder nicht, sondern viel mehr bei mir und Malik.". Ich warf dem Beta kurz einen Blick zu.

Dann sah ich die fremde Fähe an. "Du riechst nicht wirklich nach den Nord, das ist schonmal ein Punkt für dich. Und so ungern ich es sage, aber verzeih Leithras ungehaltene Reaktion, wir hatten in letzter Zeit ein paar Ereignisse die das Rudel misstrauisch gemacht haben.". Ich musterte die Fremde. Sie hatte keine Kriegerstatur, sah eher nach einer Jägerin aus, schnell aber nicht besonderst stark. Und besonders aggressiv oder bedrohlich wirkte sie auch nicht auf mich. Ich überlegte kurz, ließ den Blick zwischen ihr und Kanan hin und her schweifen, traf eine weitere Entscheidung.

"Ist gut. Du kannst bleiben. Kanan wird auf dich aufpassen bis ich selbst die Zeit dazu habe mich mit dir zu befassen.". Ich sah den Rüden an. "Und er trägt auch die Verantwortung für dein Handeln.".
Ich wollte mich abwenden, noch etwas zu Malik sagen, aber mir fiel noch etwas ein.

"Wenn wir dir erlauben in unserem Territorium zu bleiben, verrate dem Rudel doch deinen Namen. Das ließe dich gleich etwas weniger fremd wirken...", sagte ich.
Erst dann drehte ich mich weg und ging zu Malik. "Ich bitte dich ein Auge auf die Fremde zu haben bis ich die Versammlung abgeschlossen habe. Und verzeih mir dass ich dich gerade nicht in meine Entscheidung einbezogen habe, aber solange wir alle hier sind ist sie keine Gefahr für uns. Wir sprechen später darüber, in Ordnung?". Ich sah meinen alten Freund und Beta lächelnd an. Es tat gut zu wissen, dass er treu, loyal und als Freund hinter mir stand.
Seine Antwort wartete ich nicht ab, hoffte nur dass er meine Bitte akzeptierte und mir deshalb nicht grollte.
Dann lief ich zurück zum Mittelpunkt der Versammlung und ließ mich neben Croi nieder. Ein dankender Blick zu Shenali und ein Lächeln flogen zu der schneeweißen Fähe die mit ihrer Tochter bei der Versammlung lag und die Stellung gehalten hatte. Schließlich sah ich Air an. Bei ihrem Anblick zuckte ein kurzer, kalter Schmerz durch mich, denn er erinnerte mich an Idayna. Wie groß erst ihr eigener Schmerz sein musste. Ich versuchte sie nicht allzu bemitleidend anzusehen. "Natürlich, Air. Geh ruhig. Aber nich allein.". Ich sah mich kurz um. "Bitte Crasota oder einen der anderen dich zu begleiten. Allein ist es jetzt zu gefährlich.".


BtW Kanan, Ayra, Malik, Shenali, Air (Croi)
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 Kanan

Heiler | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 15 Feb 2016, 18:24

Am liebsten hätte ich den Kopf hängen gelassen nachdem Madrán überdeutlich gezeigt hat das meine Worte gar nicht zählten. Allein wie er seine Ansage zu Wort brachte machte dies sehr deutlich, ich konnte es ja verstehen das es ihm nicht gefiel das ich so harsch war, aber mir zu unterstellen das ich die Waldläuferin hier haben will ist eine reine Fehleinschätzung. Tut mir leid dass ich nur versucht habe das ihr nicht alle gleichzeitig auf sie losgeht! Rief ich innerlich lauthals in die Stille meiner Gedanken hinein, es wäre alles andere hilfreich gewesen hätte ich dies laut ausgesprochen. Nun stand ich mehr als verwundert da, wer hätte ahnen können das meine Aussage „Ihrer annehmen“ zu sowas führte. Es war mir damals von vornerein klar, dass ich mehr abseits als mittendrin stehen würde als ich mich dem Rudel wieder anschloss, aber da hatte ich noch nicht wissen können das man es mir mehr als schwermachte. Ich konnte regelrecht die Zweifel spüren die man bei mir hatte, sogar Shenali, eine Fähe die mich kennen sollte, machte keine Anstalten mir meine Zeit als Einzelgänger vorzuwerfen. Zwar nicht mit Worten, aber mit Blicken und wenn man mit 5 anderen Geschwistern aufgewachsen ist, die allesamt nicht hätten unterschiedlicher sein können, dann lernt man solche Blicke zu deuten. Das ich mich sogar ein wenig verändert habe stand in keinem Verhältnis dazu wie sehr sich die wenigen noch verbliebenden Rudelmitglieder die ich kenne, veränderten. Kein Wunder also das es mich vollkommen überraschte das sie sich so aufführten, als ob jeder Fremde gleich Mord und Totschlag rufen würde. Vergaßen sie alle das auch meine Mutter, bevor sie zu einer treuen Rudelwölfin wurde, eine Einzelgängerin war? Hatten sie alle es schon verdrängt wie sie war? Auch als treue Rudelwölfin hatte sie es den Ranghöheren immer mal durch ihre eigene Art die sie sich aneignet hatte als Einzelgängerin, das sie sich nicht unterbuttern lies. Da war ich ja dagegen noch der friedliche Sonnenschein, mal von meinem Bruder abgesehen der mich sowieso gerade nicht an sich ranlässt. Obwohl ich also Madráns Entscheidung durchaus nachvollziehen konnte und auch keine Einwände hatte, wollte ich nichts lieber als das ich ihn aufklärte, denn er schien mich vollkommen missverstehen. Leider entschwand er mir wieder, stand aber noch nah genug dran um meine Worte die ich mir gerade zurechtlegte, zu hören. Ruhig und gefasst wählte ich meine Worte, versuchte das Missverständnis das entstanden ist gleich zu klären bevor es sich festsetzte. Ich habe nie etwas in der Richtung gesagt, Madrán. Mir ging es einzig allein darum das ihr nicht alle gleichzeitig euch auf sie stürzt, ist es nicht dein vordringlicheres Problem gegen die Wasserknappheit anzugehen? Das du mich anscheinend nicht leiden kannst hab‘ ich schon mitgekriegt, ich mach das aber nicht um hier ein Beliebtheit Wettbewerb zu gewinnen. Wenn es so geklungen hat das ich für ihre Aufnahme bin, dann tut mir das Leid, dann habe ich mich unglücklich formuliert, ihr macht es mir aber auch nicht leicht. Mit Madrán zu sprechen war gerade das einzige was mir übrig blieb oder besser ausgedrückt, noch die Möglichkeit hatte. Ich zweifelte nicht daran das Madrán meine Worte zu Kenntnis nahm, vielmehr habe ich die Befürchtung das er mich erneut missverstehen wird und inständig hoffte ich das er es nicht tat. Ich bin nicht mein Bruder, mich mit ihm zu vergleichen ist das gleiche als ob man dich mit Thorak vergleicht. Die ganz Zeit über versuche ich mich hier wieder einzugliedern und es ist nicht gerade leicht durch die ganze Anspannung, ich tu es aber trotzdem, wenn ich dir also helfen soll dann sag das doch einfach und guck nicht stattdessen so an als ob ich an dir Zweifle. Dein Blick hat schon gereicht. Ich bin nicht dein Feind. hast Meine Aufmerksamkeit ging von Madrán auf die Fähe rüber, sie war Keck, hatte ein zu loses Mundwerk und anscheinend keine Hemmungen das zu sagen was ihr grad vorschwebte. Sie erinnerte mich ein klein wenig an Mich, nur war das eine Zeit die lange zurückliegt und nur noch selten zu tragen kam als es mich beschäftigen würde. Das sie hier war, war alles andere als gut, es hat die Sache verkompliziert und sie hätte beinahe mit ihrem Leben bezahlt. Mir fiel auf das die Fähe Leithra nicht mehr anwesend war, ihr Verhalten vorhin war zwar übertrieben aber ich sah auch, dass sie einen Grund gehabt haben musste und für einen Moment fragte ich mich was vorgefallen sein muss oder was in ihr vorging. Es war leichtsinnig von dir einfach hier rein zu schleichen oder überhaupt so scharfzüngig zu sprechen. Das ich Partei für dich ergriffen habe darfst du auf keinen Fall in den Falschen Hals kriegen, da du leider schon berichtet hast das du erst seit kurzem hier bist, war meine Aktion daher für die Katz. Ein wenig zu ernst sprach ich zu ihr, einerseits, weil ich es so sah und anderseits das es die Anwesenden bemerkten aber letztenendlichst tat ich es, weil es das richtige war.
 
Angesprochen: Madrán // Ayra
 
» Sieht ein Missverständnis | Bemerkt Madráns Argwohn | Erklärt sich ruhig | Bittet um Verständnis und bietet Hilfe an | Kritisiert Ayras Entscheidung «


Zuletzt von Kanan am Mo 15 Feb 2016, 19:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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 Loke

Außenseiter | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 15 Feb 2016, 19:45

Schweigend beobachtete ich den weiteren Verlauf dieser Versammlung. Noch ein paar meldeten sich zu Wort, darunter Vinzina. Ich kniff meine Augen zusammen und schaute zu ihr hinüber. Als Jungwölfin sprach sie klare Worte. Aber es waren gar nicht mal so blöde Äußerungen. Dennoch bemerkte ich, wie sie anschließend unsicher wurde. Sag entweder gar nichts oder steh dazu. Azul schien nicht besonders begeistert zu sein. Wer war das schon in dieser Situation?
In mich hinein grummelnd spitzte ich die Ohren, als Croí anfing, zu sprechen. Und ich musste zugeben, dass sie mich überraschte. Ihr Auftritt war gar nicht mal so peinlich, wie er hätte werden können. Gute Argumente brachte sie an, um ihre Vorschläge zu stützen. Vielleicht stand ja eine einigermaßen talentierte zukünftige Alpha-Wölfin vor uns?
Eine Bewegung riss mich aus meinen Gedanken. Air ließ sich dazu herab, sich uns zu zeigen. Wow. Nunja, ich konnte es ihr nicht wirklich verübeln – immerhin wusste ich auch, wie es war, Geliebte zu verlieren. Patrouillieren? Alleine sollte sie nicht gehen. Nicht in ihrem Zustand. Und nicht alleine. Aber Madrán wird wohl selbst dafür sorgen, dass sie jemanden mitnimmt. Das war nicht meine Aufgabe.
Schnell schüttelte ich den Kopf. Hin und wieder ertappte ich mich dabei, wie ich mich tatschlich um meine Rudelmitglieder sorgte. Und auch, wenn ich den Moment vorhin, in dem ich meine Treue aussprach, genutzt hatte, um Kanan für seine Bemerkung eins auszuwischen, so hatte doch Wahrheit in meinen Worten gelegen. Niemals könnte ich mich gegen mein Rudel wenden, dieses Rudel, das Südrudel. Niemals. Auch wenn sie ein Haufen idiotischer Fellkugeln waren. Zumindest die meisten.
Ich beobachtete die Welpen beim Spielen, während ich so nachdachte, und musste ein leichtes Lächeln unterdrücken. Man konnte sagen, was man wollte – spielende Welpen zu beobachten, macht einfach glücklich.
Kanans Worte überraschten mich nicht. Meinetwegen, dann hatte ich sein Vertrauen verloren. Wer sagte denn, dass ich jemals das Gegenteil beabsichtigt hätte? Dann ließ er mich wenigstens in Ruhe. Zudem ich diesem Rüden keine zwei Meter über den Weg traue.
Aber wir sollten und nicht auf diese Rivalitäten konzentrieren, sondern uns definitiv um die Wasserknappheit stimmen, das war wohl richtig. Vielleicht wäre es eine Idee, dem Fluss in entgegengesetzter Richtung vom See zu folgen? Vielleicht wird er ja von irgendetwas blockiert. Eine so beständige Wasserquelle versieht doch nicht einfach so.
Doch noch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, vernahm ich Unruhe im Lager. Ich konnte nichts von dem verstehen, was gesprochen wurde, aber Leithra wirkte offensichtlich aggressiv. Und da bemerkte auch ich den fremden Geruch. Ein Eindringling? Sicher keiner vom Nordrudel, das würde man schon längst riechen. Diese stinkigen Pelze kann man einfach nicht ignorieren.
Inzwischen hatte sich eine kleine Versammlung um den Neuankömmling gebildet. Ich verdrehte die Augen. Mussten alle wieder dort hinlaufen? Waren wir alle Welpen oder was? Ironischerweise schienen die jüngsten Mitglieder in unseren Reihen gar kein Interesse an der Fremden zu haben. Schon ein trauriger Zustand. Es reichte doch, wenn Malik oder Madrán sich darum kümmerten. Ersterer begab sich sogar schon dorthin. Also, kein Grund zur Panik… Ich verdrehte die Augen. Immer so ein Chaos. Schrecklich.
Madrán schien auch bemerkt zu haben, dass etwas Ungeplantes geschehen war und mischte sich ebenfalls ein. Vertraut er Malik nicht genug? Oder sieht er es einfach als seine Pflicht, da er der Alpha ist? Zumal die arme vollkommen bedrängt wurde. Einfach lächerlich, keine Selbstbeherrschung, diese Südrudelwölfe…
Als sich dann Kanan vor Madrán stellte, war ich zugegebenermaßen etwas überrascht. Aha? Ich würde nie eine vom Südrudel sein… aber du setzt ganz öffentlich das Zeichen, deinen Rudelführern nicht zu vertrauen? Wenn du mich fragst, nicht gerade das loyalste Verhalten, das man sich von einem Rudelmitglied wünschen könnte. Außerdem habe ich mein ganzes Leben lang beim Südrudel gelebt. Im Gegensatz zu dir. Vertrauen. Pah. Der war viel zu selbstgefällig und nahm sich zu viel heraus. Zugegeben, ich auch, gerade in meiner Position – aber hey, immerhin respektierte ich Madrán und Malik. Und Shenali selbstverständlich auch.
Apropos Shenali. Diese erweckte gerade meine Aufmerksamkeit, indem sie sich erhob. Wenigstens eine, die hier die Stellung hält und nicht direkt zur neuesten Sensation rennt. Ich überlegte, ob ich ihr meine Gedanken bezüglich des Wasserproblems mitteilen sollte, jedoch erweckte erneut eine Bewegung aus dem Augenwinkel mein Interesse. Leithra machte sich davon. War vielleicht auch besser so, sollte sie sich abreagieren, bevor sie noch etwas Dummes tat. Oder vielleicht war es dafür schon zu spät? Zu dieser Zeit alleine draußen unterwegs zu sein, wenn noch nicht geklärt ist, wer für die Tode unserer Rudelgefährten verantwortlich ist…
Das sollte aber nicht meine Sorge sein. Entschieden näherte ich mich Madrán, Croí und Shenali. Stolz, aber nicht arrogant. Vor den ranghöheren Wölfen angekommen, neigte ich respektvoll meinen Kopf. Eine wichtige Geste, schließlich hatte ich mich zuvor sehr unbeliebt gemacht und war zudem auch nicht gerade angesehen im Rudel. Aber nach kurzer Zeit hob ich meinen Kopf wieder. Mehr als das vermochte ich nicht zu tun, das kränkte meine Ehre. „Darf ich einen Vorschlag bezüglich der Wasserknappheit machen?“, bat ich um Erlaubnis.

BtW: (Vinzina, Azul, Croí, Air, die spielenden Welpen, Kanan, Leithra, Ayra, Malik) Shenali, Madrán, Croí

{beobachtet den Verlauf der Versammlung | hält sich vom Trubel um die Fremde fern | denkt nach |nähert sich Shenali, Madrán und Croí | bittet um Erlaubnis, einen Vorschlag zu machen}
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 Balder

Elite | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 15 Feb 2016, 20:23

Seit ich die Einberufung der Versammlung mitbekam habe ich mich dagegen gestäubt meine Position erneut in dieser wieder deutlich zu machen, mir hört ja sowieso keiner Zu. Seit ich Lioba aus dem Lager führte, habe ich mich langsam aber sicher zurückgezogen. Einmal mehr wurde mir vor Augen geführt das jeder den ich in meine Nähe lasse unweigerlich verschwindet, ihm was passiert oder mich in ein tiefes Loch zog. Selbst wenn sie hiergeblieben wäre, so hätte ich ihr nie gestattet sich in mein Herz einzunisten. Den Verlust einer geliebten Person hätte ich nicht noch einmal verkraftet, es würde mich endgültig zerstören. Kein Wunder also das es ein wenig abwegig bei der Aussage einen Welpen aufzunehmen, doch machte ich mir bei Cid keine Gedanken, war er doch ein „Südwolf“, keine Gefahr für die anderen. Dennoch, es sticht ein wenig im Herz und es bereitete mir stets Sorgen aber sind das nicht die Gefühle die man für einen Welpen aufbrachte? Wenn man sich als Vater sah, dann musste man sich doch Sorgen machen? Zugegeben, ich habe zum größten Teil meine Geschwister mitaufgezogen, selbst die aus demselben Wurf, aber das waren nun mal meine Geschwister. Solche Gefühle kannte ich daher nicht und es ist ein wenig beängstigend, sich um so ein kleines Geschöpf zu kümmern. Man kann es mir daher nicht verdenken als er eines Tages angefangen hat mich Paps zu nennen, da war ich einerseits Stolz aber auch überrascht aber vor allem Stolz. Mir wurde an dem Tag bewusst das aus ihm ein stattlicher Wolf werden würde, mit einem Starken und Gesundem Charakter und ich würde ihm seinen Weg ebnen. So fokussierte ich mich auf Cid der anscheinend durch Madráns Ruf aufgestachelt wurde und regelrecht Zappelig wurde. Ein schmunzeln konnte ich mir daher nicht verkneifen bevor ich wieder ernst wurde und durch das dichte Gebüsch sah. Meine Stimme wurde etwas fester als ich begann zu sprechen, vielmehr zum Welpen als zu mir selbst. Das würde nichts bringen Cid, meine Meinung Interessiert sie nicht und wie man so hört Interessiert es sie ja auch nicht das wir hier Verdursten. Mit halben Ohr hatte ich die Gespräche des Rudels vernommen, auch als mein Bruder ganz klar und deutlich machte das man keine Voreiligen Entschlüsse treffen sollte. Mir war es ehrlich gesagt auch Egal was er sagte, er wusste nicht was hier vor sich ging, wie närrisch sie sich aufführten und dennoch versuchte er den richtigen Weg zu finden, es auf die gleiche Art zu unterstützen wie es Auraya getan hat. Seit er zurück war erinnert er mich tagtäglich daran was ich alles aufgegeben habe, an den Tod und den Verlust, ist es daher nicht verständlich das ich ihn meide? Das ich weder seine Gegenwart noch sein Anblick ertrage und mir nichts Anderes wünsche das die Rudelwölfe ihn vergraulen. Meine Diskussion mit Madrán das er ihn wegschicken sollte hatte das ganze Rudel mitbekommen, den letztenendlichst ist es beinahe zu einem Lautstarken Streit ausgebrochen. Wäre damals nicht Shenali dazwischen gegangen um den Streit beendet, eine Zeit lang war ich rasend auf ihn, glücklicherweise hat sich das wieder verflüchtig. Meine Aufmerksamkeit glitt wieder zu Cid als dieser den Namen Crasota in den Mund nahm. Zugegeben, seit Kalaschnikov nicht mehr da war und sie dadurch nicht mehr durch seinen Einfluss vergiftet wurde, blühte sie auf und hat die eine oder andere Ansicht geändert was mich aber nicht daran hinderte ihr mit Argwohn zu begegnen. Für Cid war ich aber bereit diese zurückzuhalten, wenigstens nahm sich diese Fähe die Zeit die Welpen aus dem ganzen Schwachsinn aus Rache, Mord und Vergeltung raus zu halten, was ich bei der Brut die Malik gezeugt hat nicht erwarte. Vielleicht solltest du dir mal überlegen was du ihr mal mitbringen kannst, nur nehmen gehört sich nicht, selbst für einen Welpen deines Alters. Ich mahnte ihn, natürlich lies ich ein leichtes Wolfslächeln zu, er sollte schließlich nicht das Gefühl bekommen das ich mit ihm schimpfe oder das er irgendwas Verwerfliches getan hat. Cid verhielt sich nämlich seines Alters entsprechend sehr Reif, klar er konnte auch ziemlich Sprunghaft sein aber er hat nicht ein einziges Mal es in Erwägung gezogen Heimlich das Lager zu verlassen oder jemanden dazu angestiftet beziehungsweise auf eine solche Idee eingegangen. Wir warten bis sie fertig gequatscht haben, dann gehen wir beide mit Crasota nach draußen...oder vielmehr ich gehe. Ich bewegte nun abwechselnd meine Schultern um den jungen Rüden ins Schaukeln zu bringen, er wurde schwer, aber solange er sich dafür noch eignete würde er seinen Platz auf meinen Schultern behalten.
 
Angesprochen: Lycidas  Erwähnt: Shenali // Madrán // Crasota // Kanan
 
» Denkt nach | Antwortet Cid | Bemerkt Kanan | Ist über seinen Bruder verärgert | Unterhält sich lächelnd mit Cid | Schlägt ihm ein Ausflug vor «
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 Viky

Normalrangig | Wölfin


BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Do 18 Feb 2016, 13:54

Ich schaute mir das ganze erst mal nur an. Als Leithra das Lager verließ dachte ich es mir schon. Das es was Ernstes gewesen war. Ich Zögerte erst mal. Wieso, sollte man da sich jetzt sagen. Leithra hatte doch Recht gehabt. Sie kann alles gewesen sein. Auch, wenn sie sich anderes da gestellt hat. Ich würde genau wie Leithra Regieren und das Rudel Verteidigen, wenn es sein müsste. Dachte ich mir und beobachte das ganze Geschähen weiter hin. Ich hielt mich da erst mal raus aber ich merkte schon das ich etwas mache sollte. Was ist den nun wichtiger Gewesen? War es die Rache Pläne oder doch das Wasser oder diese Wölfin die sich hier her verirrt hatte. Ich schaute auf die auf Vinzina, die sich jetzt auch noch dahin gemacht hatte. Dann wanderte meine Blicke weiter, wo Vofa lag. Sie schaute dahin aber Regierte nicht Mals. Ich entschließt mich dann mal zu ihr hin zu begeben. Sie ist ja auch sehr Ruhig. So machte ich mich auf dem Weg zu Vofa. Als ich bei ihr gewesen war. Na Vofa, hast du etwas zu dieser Sache zu sagen? Ich suchte das ich mit ihr ins Gespräch kam. Was sie nun sagte wusste ich nicht aber ich hoffte das sie mir Antworten würde.

BtW Vofa (alle andere)
schaute, dachte, schaute mich um, ging zu Vofa, sagte was warte ab was sie sagte
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 Lycidas

Welpe | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Sa 20 Feb 2016, 20:06

Als Paps mir antwortete runzelte ich die Stirn. "Aber warum interessiert es sie nicht? Du bist doch auch ein Teil des Rudels, du hast doch auch ein Recht deine Meinung zu äußern.", sagte ich grübelnd. Es verärgerte mich, dass Madrán und die Anderen meinen Paps so behandelten.

Seine Worte über Crasota ließen meinen Blick nach draußen ins Lager fliegen, ich suchte die graue Fähe, fand sie, legte nachdenklich den Kopf schief. Worüber sie sich wohl freuen würde?
Ich überlegte. Geschenke wie sie sie mir mitbringt kann ich ihr nicht bringen, ich bin noch zu klein zum Jagen und ich erwische weder Hasen noch Rehe oder so. Und Blumen finde ich doof. Blumen sind langweilig. Hm.... KÄFER! Ja! Das ist es. Ich fange ihr einen schönen Käfer. Da freut sie sich bestimmt. Ich mag Käfer.

Paps' nächste Worte holten mich aus den Gedanken, oder mehr das hin und her Schwanken seiner Schultern. "Woaahh, he, haha, uaahhh!", lachte ich, während ich versuchte das Gleichgewicht zu behalten.
"Wo gehen wir dann hin?!", wollte ich wissen während ich mich tief zwischen Paps' Schulterblätter kuschelte.

BtW Balder (Crasota)
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 Croí

Normalrangig | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   So 21 Feb 2016, 15:41

Solange Madrán noch etwas bei den anderen zu klären hatte hielt ich hier die Stellung und war bereit sämtliche Gespräche oder Probleme der anderen auf mich zu nehmen..doch so weit kam es dann doch nicht, er kehrte schneller zurück als gedacht. Jedoch hatte ich trotzdem genug Zeit meinen Blick durch das Lager schweifen zu lassen während er weg war und konnte so die Situation auffassen. Zuerst sah ich natürlich an die Stelle zu der Madrán ging, dort schien gerade ein Streit zwischen Leithra und einer fremden Fähe statt zu finden, Kanan sah ich dort auch und Malik war ebenfalls anwesend. Das klärt sich schon..auch wenn die Situation dort ziemlich angespannt wirkt Ansonsten war nicht viel im Lager los, hier und da unterhielten sich Wölfe, die Welpen spielten..alles schien relativ ausgeglichen, fast so als hätten wir keine Probleme. Als Madrán dann wieder neben mir saß dauerte es nicht lang bis jemand zu uns kam, es war Loke. Die Wölfin die zuvor ihre Meinung ohne zögern prei gegeben hatte. Doch auch ihr lag das wohl des Rudels am Herzen, das wusste ich, sie selbst hatte das ja gezeigt..und eigentlich mochte ich ihre Offenheit auch. Nun stand sie hier bei uns und war respektvoll, ein weiteres gutes Zeichen, sie bat darum einen Vorschlag zur Wasserknappheit zu machen. Jetzt ist die Frage ob ich ihr das erlauben soll oder ob ich lieber warte bis Madrán ihr die Erlaubnis gibt..wäre er mir böse, wenn ich zustimme? Ich warf einen kurzen Seitenblick auf ihn und sah dann Loke direkt an. Auch ich neigte meinen Kopf vor ihr um ihr den gleichen Respekt gegenüber zu bringen und sah sie dann wieder an, der Blickkontakt war mir wichtig. Wenn du einen Vorschlag machen möchtest, dann kannst du das gern, jeder Vorschlag könnte uns weiterhelfen Im stillen hoffte ich nun, dass ich Madrán nicht damit ins Handwerk gepfuscht hatte, denn schließlich war er ja der Alpha..aber ein Vorschlag konnte schließlich nie schaden, oder?

Btw: Madrán, Loke
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 Yin

Normalrangig | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 22 Feb 2016, 14:34

Kurz nach dem Erwachen aus einem tiefen, erholsamen Schlaf weiß man immer noch nicht, was einen hinterher erwartet. Jeder Tag konnte nach seinen Anfängen immer noch zum schönsten oder auch zum schlimmsten Tag seit langem werden. An diesem Morgen habe ich mich wieder richtig ausgeschlafen gefühlt. Was bei mir in letzter Zeit eigentlich immer seltener der Fall war. Jedes einzelne Glied fühlte sich wach und stark an, wie als hätte ich in dieser Nacht Kraft schöpfen können. Das obwohl es im Moment kaum etwas gab, woher ich hätte meine Kraft hernehmen können. Durch den besonders warmen Sommer ist das Wasser fast gänzlich zurückgegangen. Das übriggebliebene Rinnsal im See würde nicht ausreichen um den Durst von zwei Rudeln zu stillen und das war etwas, was jedem ausgewachsenem Wolf auch klar war. Oder zumindest klar sein musste. Die Beziehung zum Nordrudel hatte sich deutlich verschlechter, seit die beiden Leichen von Videns und Idayna auf deren Territorium gefunden wurden. Ich konnte mich noch gut an das Bild erinnern, welches die beiden Wölfe aus dem Rudel abgaben, als sie in das Lager getragen wurden. Keiner von beiden hatte ein solches Ende verdient. Niemand hatte das. Aus meiner Sicht auch kein Wolf des Nordrudels, weswegen ich - im Gegensatz zu den meisten anderen aus dem Rudel - auch kein Hass zu ihnen hegte. Ich konnte, und wollte, mir nicht vorstellen das ein Rudelwolf zu einem solchen Vergehen fähig war. Mir fiel es schon schwer das Leben eines Beutetieres zu beenden, da brauchte ich gar nicht erst anzufangen darüber nachzudenken, wie das bei einem Wolfsleben aussehe. Aber ich war wohl eine der wenigen, die so dachte. Wenn nicht sogar die Einzige. Doch ich war niemand die bei solchen Theman nachhakte. Bei ernsten Diskussionen hielt ich mich lieber im Hintergrund und ließ andere sprechen. Nicht das ich Angst davor hatte mal das Maul aufzureißen. Nein, dass war nicht mein Problem. Es war viel mehr meine eigene Meinung und Naivität die mir da einen Fels in den Weg stellte, den ich einfach nicht wagte zu erklimmen. Wie aus Angst davor zu stürzen und nicht mehr aufstehen zu können. Silence kam mal wieder früh am Morgen zurück von einer seiner nächtlichen Touren. Das machte er immer öfter. Auch Ruby und Vinzina waren schon wach, genau wie Shenali. Unsere frische Beta und Mutter von zwei Welpen. Ein Stich auf Höhe meiner Brust sagte mir, dass sich die Eifersucht meldete. Es war nicht die Tatsache, dass Shenali Betafähe war, die mich eifersüchtig machte. In meinem ganzen Leben hatte ich noch keine Sekunde Interesse daran gehabt, innerhalb des Rudels aufzusteigen. Was in mir die Eifersucht geweckt hatte, war die Familie um Shenali herum. Sie war Mutter und hatte eigene Welpen. Nichts wünschte ich mir mehr, als genau das sein zu dürfen. Mutter. Um nicht bereits am jungen Morgen Trübsal zu blasen, ließ ich meinen Blick schnell weiter wandern. Vinzina hatte sich zu Silence gesellt und unterhielt sich mit ihm. Ruby hatte in der Zeit angefangen mit einem Schmetterling zu spielen. Meine Lefzen zuckten bei diesem Anblick. Wie als hätte Ruby Enapay angesteckt, weckte dieser sehr übermütig seinen Vater. Amüsiert schüttelte ich bei diesem Anblick den Kopf. Welpen waren immer voller Energie. Auch Liberty schien davon etwas abbekommen zu haben, denn sie weckte Betrayal, in dem sie sich halb auf ihn fallen ließ, was er über sich ergehen ließ. Allerdings nicht, ohne einen Kommentar dazu abzugeben. Alles in allem schien alles sehr friedlich aufzuwachen und zu beginnen. Bis der Ruf von Madrán auch die letzten Wölfe aus ihren Träumen riss. Zögernd und darauf bedacht im Hintergrund zu bleiben, folgte ich den anderen Wölfen, die sich um den Alpha versammelten. Crasota schien von der Versammlung ein wenig genervt, dennoch hörte man keine Widerrede. Auch Leithra gesellte sich dazu und ließ sich in der Nähe von Madrán nieder. Sie war einer der Wölfe, die immer das Maul aufrissen und sich voll für das Rudel einzusetzen wussten. Entsprechend hatte sie auch ein hohes Ansehen. Etwas, worum ich eigentlich niemanden beneidete. Was nicht hieß, dass ich das nicht schätzte. Während alle darauf warteten, dass der Alpha anfing zu sprechen, säugte Shenali ihren weiblichen Welpen und Malik zog sich in die Schatten zurück, während Sölvia sich dazugesellte. Genau wie Ruby, die Schwierigkeiten damit hatte, ruhig sitzen zu bleiben. Letztendlich kam auch Kanan dazu, der sich zu Silence und Vinzina gesellte. Endlich hob Madrán zu grüßenden Worten an und erwähnte nochmal den Verlust von Videns und Idayna. Sofort begann etwas schwer auf mein Herz zu lasten und es drückend in die Tiefe zu ziehen. Ich schluckte und senkte meinen traurigen Blick auf die Erde. Doch auch die Knappheit des Wassers war ein Thema. Wie auf ein Zeichen machte sich die Trockenheit in meiner Kehle bemerkbar. Azul war der Meinung, dass man die beiden Wölfe aus dem Südrudel rächen musste und das möglichst bald. Bei ihren Worten zuckte ich zusammen und auch ihre Tochter, die sie sonst immer anhimmelte, schien entsetzt darüber zu sein. Silence konterte gleich und war der Meinung, dass das Wasser oberste Priorität hatte. Ab diesen Moment war mir klar, dass die Versammlung sich sehr weit in die Länge ziehen würde und das sie eher unangenehm als angenehm werden würde. Jeder wollte seine Meinung abgeben und jeder wollte derjenige sein, der Recht hatte. Seufzend schloss ich meine Augen und verfolgte die Diskussion nur noch mit meinen Ohren und allein das war schon angestrengt genug. Viele warfen sich unangebrachte Dinge an den Kopf und wurden unfreundlich zueinander. Die Diskussion drohte auszuarten. Bis endlich Madrán wieder dazwischen ging und um Ruhe bat. Es gab einige Ermahnungen von seiner Seite und wollte von jedem Zusammenhalt und Akzeptanz für das gesamte Rudel. Wie immer waren nicht alle seiner Meinung. Am liebsten hätte ich an diesem Punkt einfach das Lager verlassen. Aber aus dem Grund, weil ich manche Wölfe einfach nicht mehr reden hören konnte und nicht, weil ich alles für völlig unnötig hielt. Doch ich riss mich zusammen. Die Betas hatten bereits die Stimmen erhoben und Madrán wollte nun noch einen Beitrag von Croí hören. Das war der Moment, in dem ich meine Augen langsam wieder öffnete. Dankbarkeit machte sich in mir breit, als die helle Fähe begann zu sprechen. Sie traf es ziemlich genau auf den Grund und damit wurde sie mir noch sympathischer, als sie mir sowieso schon war. Sie schien sehr natürlich, bodenständig und neutral zu denken und das gefiel mir. Einen solchen Wolf brauchte jedes Rudel. Mittlerweile hatten Ruby und Enapay angefangen miteinander zu toben. Automatisch begann ich wieder zu lächeln, bis Leithra ein Knurren von sich hören ließ. Eine fremde Fähe hatte sich herangeschlichen und wurde nun von Leithra alles andere als freundlich begrüßt. Die Versammlung wurde augenblicklich unterbrochen und alle schienen sich regelrecht auf den Neuankömmling zu stürzen. ,,Meine Güte. Das fängt ja gut an..." Wieder ließ ich ein Seufzen hören und ließ mich einfach auf den Bauch fallen. Die Vorderpfoten lang nach vorn ausgestreckt und die Hinterläufe unter den Bauch geklemmt. Madrán bekam schließlich alles wieder unter Kontrolle und Kanan sollte sich schließlich um die Wölfin kümmern, die das Glück hatte im Rudel bleiben zu dürfen. Etwas unsicher fuhr ich mir einmal mit meiner Zunge über mein Maul. Wurde die Versammlung jetzt noch fortgesetzt, oder war sie hiermit als beendet erklärt worden? Wenn ja, waren sie zu keinem ordentlichen Ergebnis gekommen. Abwartend legte ich meine Schnauze auf meinen Vorderpfoten ab und beobachtete von unten herab die Situation im Lager. Als Loke ihre Stimme erhob und einen Vorschlag machen wollte, hob ich meinen Kopf wieder. Croí ermunterte sie zu sprechen und ich stemmte mich schließlich wieder in eine sitzende Haltung. Vielleicht ging es ja doch noch weiter. ,,Das wäre zumindest alles andere als verkehrt." Mit wachsamen Augen musterte ich Loke und wartete darauf, dass sie etwas sagte. Das alles hatte meine Aufmerksamkeit so auf sich gelenkt, dass ich noch kein einziges Mal Zeit dazu bekommen hatte, an Ezhno zu denken. Ich hatte mich inzwischen einigermaßen mit seinem Verschwinden abgefunden. Das Leben ging schließlich weiter. Für jeden von uns.


BtW: Alle

{ Beobachtet alles sehr genau || Denkt über vieles nach || Hält sich im Hintergrund || Wartet darauf, dass es weitergeht }
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 Enapay

Welpe | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Fr 26 Feb 2016, 20:59

Kap 1.06
Eine ganze, zu lange Wiele rührte sich Ruby über mir stehend nicht, während ich wild paddelte und sie endlich meiner Macht erlag und zu Boden stürzte. haha, ich habs doch gewusst! niemand besiegt mich! Mit schwellender Brust grinsend sprang ich auf die tapsigen Pfoten und stürzte mich quirlig knurrend auf Rubys Bauch. Sie war ein gutes Stück größer als ich, sodass ich auf ihrem Bauch liegend mit den Pfoten den Boden nicht wirklich berühren konnte. Doch das machte mir nichts, sondern ich tat so, als müsse das alles so sein udn es hätte seine Richtigkeit. Genau genommen dachte ich auch gar nicht daran, dass es ein nachteil sein könnte.
Stattdessen stützte ich die Vorderpfoten auf Rubys helles Brustfell und knurrte sie spielerisch an, während sie scheinbar aufgab.
Wild funkelten meine Augen stolz und prüfend Blickte ich zu Mama seitlich hinauf, die sich aber scheinbar mehr mit dem Geschehen im Lager beschäftigte. Schade..
Doch ich kümmerte mich nicht länger um ihre Unaufmerksamkeit, sondern wendete mich Ruby zu Gibst du auf? grinste ich und schleckte ihr Kinn ab.


BtW ruby(Shenali)
[spielt weiter]
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 Ruby

Welpe | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Sa 27 Feb 2016, 13:03

Plötzlich spürte ich, wie der kleine Welpe auf mein Bauch kletterte. Das kitzelte ganz schön und ich konnte mir ein leises, lachendes Schnaufen nicht verkneifen. Es war einfach nur süß, wie der kleine Enapay auf meinem Bauch trohnte und sich scheinbar sehr stark vorkam. Das wollte ich ihm natürlich nicht lassen. Ich konnte mich noch daran erinnern, wie Azul mich immer gewinnen lassen hat. Natürlich habe ich es immer gewusst und doch war es ein befriedigendes Gefühl gewesen, wenn sie sich ergeben hatte.

Oh ja, ich ergebe mich, du bist viel zu stark und wild für mich, oh mächtiger Enapay. Bitte verschone mich und vergib mir mein vorlautes Mundwerk. Ich will für immer deine Untergebene sein und dir dienen.

Zugegeben, die Worte hörten sich sehr steif an und klangen nicht sehr gut in meinen Ohren, dennoch sprachen die Erwachsenen ja oft so, weshalb es schon seine Richtigkeit haben wird. Seufzend drehte ich mich um, passte aber auf, dass der Welpe nicht zu hart auf dem Boden aufkam. Ich legte meinen Kopf auf dem Boden und streckte meine Pfoten auf dem Boden aus.

Na, Lust auf einen kleinen Ritt durch das Lager?

Das hatte ich schon oft beobachtet, wie die erwachsenen Wölfe ihre Welpen auf dem Rücken reiten ließen. Das sah sehr einfach aus und versprach jede Menge Spaß.

Erwähnt: Enapay
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 Liberty

Normalrangig | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 29 Feb 2016, 18:15

Ich hatte mich jetzt nun etwas zurück gezogen und wartete ab was passierte, ich schließlich keine Lust mein Fell zu verlieren, ich hing doch schon sehr an meinen beinahe schon champangerfarbenen Zotteln. Ich wusste nicht was ich tun sollte somit setzte ich mich ein wenig abseits, in die Nähe eines dunklen jungen, Rüden. Ich wusste seinen Namen, aber auch das er nicht wirklich kontaktfreudig war, was mich nicht weiter störte da ich eh nicht vor hatte mich zu unterhalten. Ich ließ meinen Blick etwas durchs Lager gleiten, bevor ich seufzte und erstmal beschloss das Lager zu verlassen. Drauen würde es wahrscheinlich ruhiger sein und ich könnte vielleicht mal wieder etwas, doch schon ziemlich rar gewordene Beute mitbringen, so verließ ich das Lager in den Wald.

Dort sah ich mich eigentlich nur kurz um und versuvhte mich wieder zu beruhigen nachdem mir das geglückt war kam ich zurück.

BtW: Niemand


Zuletzt von Liberty am Do 24 März 2016, 09:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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 Ayra

Einzelgängerin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mo 29 Feb 2016, 21:15

Chapter 1.05
So sehr diese Leithra auch von sich überzeugt zu sein schien, die Worte des Betas sowie das Verhalten der Anderen schienen einen wunden Punkt getroffen zu haben. Die Wut in ihrem Blick erlosch und Leere trat an ihre Stelle. Still fragte ich mich, ob diese Leere nicht mehr Unheil verhieß als ihre Wut. Doch entgegen meiner Erwartungen sprach sie kein Wort mehr und entfernte sich langsam von unserer Gruppe. Mit den Augen folgte ich ihrer schwarzen, schattenhaften Gestalt, bis sie im Wald verschwunden war. Kurz fragte ich mich, was wohl in ihr vorging, dann aber erinnerte ich mich, dass sich meine Gedanken besser mir meiner momentanen Lage und nicht mit der ihren befassen sollten.

Der erwartete Wortwechsel zwischen dem Alpha und dem Dunkelbraunen fiel wie erwartet kühl aus. Kein Alpha war je erfreut, wenn man sie nicht mit dem nötigen Respekt behandelte. Der Dunkelbraune versuchte sich zu erklären, inwiefern seine Worte den Alpha erreichten war fraglich. Dabei stellte er gleich klar, dass er sich nicht dafür ausgesprochen hatte, mich ins Rudel aufzunehmen, wie der Alpha es ihm unterstellte. Ich begann mich zu fragen, ob ich diesbezüglich wohl auch noch ein Mitspracherecht haben würde. Momentan machte es nicht diesen Eindruck. Aber ich würde mich hüten, meine Gedanken auszusprechen. Ich wollte die Gastfreundschaft dieser Wölfe nicht unnötig auf die Probe stellen.

Der Alpha-Wolf, dessen Namen mir noch immer unbekannt war, richtete erneut das Wort an mich. Anscheinend hatte auch er endlich erkannt, dass mein Geruch der einer Einzelläuferin war. Ich roch nach Wind, Erde und vielleicht nach Blut, aber ganz sicher nicht nach den Wölfen eines Rudels, welches ich noch nie getroffen hatte. Ich nickte leicht als Zeichen, dass ich ihn verstanden hatte. Dann wanderte mein Blick zu dem unbekannten Rüden, der für mich eingetreten war… gewissermaßen zumindest. Er sollte nun die Verantwortung für mich tragen? Ich war doch kein Welpe mehr! Aber nun gut, ich würde versuchen, mich ganz artig zu benehmen. Ich wollte ihm seine Unvoreingenommenheit nicht danken, indem ich ihn in Schwierigkeiten brachte.  Auch er schien mein Potential, Schwierigkeiten mit mir zu bringen, erkannt zu haben. Denn als er nun das Wort erstmals direkt an mich richtete, kritisierte er als erstes mein Verhalten. Ich sah schon, das würde der Anfang einer wunderbaren und langen Freundschaft sein….  Ich musste all meine Selbstbeherrschung aufbringen um nicht meine Augen zu verdrehen. Denn er schien auch nicht gerade der Inbegriff der Zurückhaltung zu sein. »Was du scharfzüngig nennst, nenne ich ehrlich.« Auch ich war zum Du übergegangen, die Wölfe hier schienen etwas andere Umgangsformen zu pflegen als die Wölfe im Süden. Oder es lag einfach daran, dass ich hier die Fremde war, die unerlaubt ins Lager eingedrungen ist. »Man sehe es als Mangel oder Stärke, das liegt im Auge des Betrachters. Und keine Angst, ich werde mir nichts darauf einbilden, dass du Partei für mich ergriffen hast. Nichtsdestotrotz möchte ich dir meinen Dank dafür aussprechen. Denn obwohl ich durch Worte beweisen konnte, dass meine Absichten keine schlechten sind, wäre ich kaum dazu gekommen diese auszusprechen, wenn Leithra mir zuvor an die Kehle gegangen wäre. Dass die Aktion für die Katz war, würde ich demnach nicht behaupten.« Ich warf dem Dunkelbraunen einen offen dankbaren Blick zu. Unsicher was ich von ihm halten sollte, war ich dennoch. Aber man sollte sich ja seine Meinung nicht basierend auf wenigen Momenten bilden. »Mein Name lautet übrigens Ayra.« Ich sprach etwas lauter, denn meine Worte waren sowohl an ihn, als auch die umstehenden Wölfe gerichtet.

BtW: Erwähnt: Leithra, Madrán | Angesprochen: Kanan, {die Umstehenden}
[Beobachtet Leithra|lauscht Madrán & Kanan|Nickt auf Madráns Worte hin|Antwortet Kanan|Stellt sich vor]

(ooc: Tut mir leid, dass das mit dem Post so lange gedauert hat.)
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 Enapay

Welpe | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Di 08 März 2016, 20:54

Kap 1.07
Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen blinzelte icj auf Ruby hinab im stillen stolzer, als es vielleicht gut wäre zu sein. Natürlich War sie größer und stärker, doch ich hatte sie bezwungen. Ich könnte genauso stark sein, wie mein Papa, wenn ich nur wollte und fleißig trainieren würde. Mein Papa musste mir unbedingt alle seine Tricks verraten, die man so brauchen könnte. Ich wollte unbedingt so stark sein!

Ruby druckte herum und gab Auf, während ich hopp senden zufrieden schnaubte und mit den Pfoten auf ihre Brust trommelte. Ihr Fell War dort ganz hell und weich. Genau wie meines. Doch ehe ich mich versah, ließ sich ruby auf die Seite fallen, sodass ich mich überschlagen auf dem Boden wiederfand. Pusten schüttelte ich mein Fell und schlechte mir über die trockene Schnauze He! brummte icj, da ich nicht verstand warum sie DSL Spiel beendet hatte.
Doch zum Glück War ihm wohl noch nicht langweilig und sie schlug eine andere Idee vor. Ein guter Plan! Nickend und japsend tolle ich wieder auf sie zu. Ich kletterte auf ihren Kopf und stützte meine Pfoten zwischen ihren Ohren ab. Los geht's!

Btw ruby
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 Silence

Jungrudelmitglied | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mi 09 März 2016, 18:06

Ich hatte mich bereits in die letzte Ecke verzogen, aber inzwischen war ich schon halb im Busch hinter mir verschwunden. Ich hatte keine Lust auf das gefetze gehabt und eigentlich fand ich auch keine Notwendigkeit mehr dafür im Lager zu bleiben, ich hatte die letzte Zeit meine Freiheit zu schätzen gelernt und investierte inzwischen viel Zeit darin stromern zu gehen. Ich lernte unterwegs aber nicht wirklich viele Wölfe kennen, ob nun leider oder zum Glück. Auf jeden Fall schien mir alles so sicher das Lager zu durch queren und zu verlassen.

BtW: Nobody

tbc: Der lichte Wald
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 Ruby

Welpe | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Fr 11 März 2016, 17:28

Zufrieden brummte ich, als der kleine Rüde seine Pfoten zwischen meine Ohren positionierte. Es war ungewohnt, wie er auf mir saß, dennoch versuchte ich ihn nicht fallen zu lassen, als ich mich erhob. Zugegeben, ich schwankte etwas, aber schnell hatte ich mich gefangen und richttete mich gerade auf, damit Enapay sich noch größer verkam.

Ich konnte gar nicht mehr glauben, dass ich einst so klein war wie mein junger Freund und doch wusste ich ganz genau, wie groß mir das Lager erschien. Als ob es die ganze Welt gewesen wäre. Doch das war nur so, weil ich verdrängt hatte, wie groß die Welt tatsächlich war. Ich war schon mal außerhalb des Lagers, doch daran konnte ich mich nicht mehr erinnern. Denn ich war frisch geboren, als meine Mutter mich aussetzte.

Pass auf, ich laufe jetzt. Siehst du da oben denn auch alles?

Vorsichtig machte ich einen Schritt nach dem Anderen. Zugegeben, bei den Erwachsenen sah es viel leichter aus, wenn sie ihre Welpen herumtrugen. Doch ich war schließlich nicht ganz so stark wie sie. Dennoch war ich stolz darauf, dass ich ihn tragen konnte. Tastend näherte ich mich der Gruppe und entdeckte eine fremde Wölfin. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie hier war.

Doch dann entschied ich mich anders und sah, wie Silence das Lager verließ. Ob ich ihm folgen solle? Ich war schon ewig nicht mehr außerhalb des Lagers gewesen und langsam engten mich die anderen Wölfe ein. Doch Enapay war noch zu jung, um es zu verlassen und ich wollte ihn nicht in Gefahr bringen. So stromerte ich ziellos mit dem jungen Rüden auf mir durch das Lager.

Erwähnt: Enapay & Ayra
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 Viky

Normalrangig | Wölfin


BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Mi 16 März 2016, 13:43

Ich beobachtete die jungen Welpen. Wie sie mit einander gespielt hatten. Als ich sie so beobachte dachte ich an meine Tagen als Welpen zurück. Ich war so in den schönen Erinnerungen gewesen das ich langsam von der Versammlung weg drifte. Obwohl es nicht wirklich mehr eine Versammlung gewesen war. Als sich dieser Unbekannte Wolf oder Wölfin vorgestellte hatte. War ich wieder bei der Sache gewesen, wo Rum es sich ging. wir sollten das Nordrudel und auch alles andere mehr beobachten. Die Grenzen Verstärkt bewachen. Und vieles mehr. Dachte ich kurz und beobachtete alles weiter hin. Ich wollte mich nicht in der Sache einmischen. Ich sah nur das Leithra und auch Silence von der Versammlung ab geklickt hatten und das Lager verließ hatten. Ich wartet nur etwas ab wie sich das alles noch weiter entwickelt würde.

BtW Alle.

Beobachte die Welpen, war Gedanken versunken, sah das zwei gingen, hielt mich zurück von ihnen
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 Enapay

Welpe | Wolf
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Fr 18 März 2016, 21:28

Kap. 1.08
Ungeduldig wippte ich mir den Hinterpfoten hin und her, während ich wartete, dass Ruby sich endlich erhob. Mit einem kurzen Blick checkte ich ab, wo Papa war, doch der war noch mit anderen Dingen beschäftigt und hatte gar keine Augen für mich. schmollen rümpfte ich die Nase und dachte mir, dass ich dies ändern müsste. Schnell! SChließlich hatte er mir Training versprochen.
Dazu gehörte zwar nicht dieser Ritt auf der roten Wölfin, doch auch ein großer Krieger braucht Abwechslung!
Endlich bewegte sie sich und wackelig kam sie auf die beine. ich presste mich an ihren Kopf und blickte neugierig umher. ja, los. Beeil dich- Zu papa. Schnell! grinste ich und wippte leicht hin und her.
Ich wollte unbedingt endlich dass er mich wieder beachtete, das Spiel mit Ruby war zwar schön gewesen, aber jetzt wurde es Zeit, dass ich Papa, meine Nummer eins, wieder Aufmerksamkeit schenkte und er endlich zeit für mich hatte.

BZW Ruby (Malik)
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 Ruby

Welpe | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Sa 19 März 2016, 17:17

Belustigt schnaubte ich, als der Welpe oben auf mir rumwippte. Es förderte zwar nicht meinem Gleichgewicht, doch ich wollte ihm nicht seinen Spaß rauben. Und da Enapay seinen Wunsch äußerte, zu seinem Vater Malik gebracht zu werden, schwenkte ich um und steuerte doch auf die Versammlung zu. Hoffentlich würden wir sie nicht stören, vor allem da eine fremde Wölfin der Grund für all diese Aufregung war.

Schließlich stand ich vor dem Beta und schaute ihn neugierig an. Noch nie war ich so nah an ihm dran gewesen und so wusste ich nicht, wie ich mich ihm gegenüber zu verhalten habe. Ich richtete mich auf, damit der Betasohn seinem Vater in die Augen schauen konnte. onst musste er immer hochschauen und ich wusste ganz genau, wie frustierend das sein konnte. Auch ich war nicht in Augenhöhe der erwachsenen Wölfe.

Malik, ich bringe dir deinen Sohn. Er ist ein sehr tapferer und starker Rüde, du kannst stolz auf ihn sein.

Ich war total nervös, weshalb ich einfach das sagte, was mir gerade in den Sinn kam. Im nachhinein klangen die Wörter ziemlich steif und ich leckte mir verwirrt über die Nase.

Immer mehr spürte ich das Gewicht des Welpen auf mir und meine Beine fingen leicht an zu zittern. Lange würde ich ihn wohl nicht mehr tragen können, doch ein Wenig konnte ich noch aushalten.

Erwähnt: Enapay, Malik
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 Loke

Außenseiter | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   So 20 März 2016, 15:37

Abwartend stand ich vor den drei ranghöheren Wölfen – Shenali, Madrán und Croí. Letztere hatte mir nun die Erlaubnis erteilt, zu sprechen, schien aber dennoch etwas unsicher zu sein. Sie suchte Blickkontakt, den ich schließlich auch erwiderte. Kurz überlegte ich, zu warten, bis Madrán ebenfalls antwortete – jedoch entschied ich mich letztendlich dagegen. Ich war nicht dafür verantwortlich, wenn es Unstimmigkeiten bei den Führenden dieses Rudels gab.
„Ein Fluss versiegt doch nicht einfach so“, begann ich. „Auch wenn es etwas riskant und gefährlich klingt; wie wäre es, wenn wir uns flussaufwärts begeben, hin zur Quelle? Vielleicht wird der Fluss von irgendetwas blockiert.“ Ich stockte. Wagte kaum, es auszusprechen. Es wäre die absolute Katastrophe. Aber man muss ja realistisch bleiben. „Oder die Quelle ist gänzlich versiegt. Aber dann haben wir wenigstens Gewissheit.“
Ein leichter Wind kam auf und wirbelte mir um die Pfoten. Wie gerne würde ich jetzt einfach verschwinden, weg von diesen Wölfen, weg von diesem Platz. Nur  für mich sein. Nur ich und der Wind. Und dann laufen. Einfach nur laufen. Aber mein Verantwortungsbewusstsein hielt mich zurück. Schließlich ging das Wasserproblem auch mich etwas an. Mehr, als mir lieb war. Aber so ging es wahrscheinlich allen hier.
„Wir sollten jedoch nicht alle gehen, das wäre vermutlich keine gute Idee. Nur ein paar ausgewählte Wölfe sollten gehen." Falls wir das überhaupt machen. Aber naja, egal wie gut oder schlecht der Vorschlag nun war – immerhin hatte ich meinen Teil dazu beigetragen, dieses Problem anzugehen. Was viele andere hier nicht gerade von sich behaupten konnten.

BtW: Croí (Madrán, Shenali)
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 Liberty

Normalrangig | Wölfin
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BeitragThema: Re: Das Alte Lager {IV}   Do 24 März 2016, 09:37

Nach meiner doch sehr kurzen Runde im Wald bewegte ich mich langsam wieder zurück ins Lager. Alles war wie gehabt einige Wölfe standen um die Fremde herum und befragten sie, die Welpen spielten und einige Wölfe saßen einfach nur in der Gegend herum. Ich sah mich um ob ich jemanden fand zu dem ich mich gesellen konnte, prinzipiell würde es ja in einem Rudel genug Wölfe geben, aber ich pflegte nicht zu jedem Kontakt, wieso auch? Es war davon auszugehen das viele mein Handeln, mein Tun, meine irgendwie vorhandene, aber irgendwie auch nicht vorhandene Abneigung gegenüber Fremden. Natürlich machte mich das nicht gerade zum treuesten Rudelmitglied, zumindest aus der Sicht der anderen. Dann bemerkte ich das Yin alleine im Lager saß somit beschloss ich meine Schritte mich zu ihr zu führen zu lassen. Ich hatte eigentlich kein großes Interesse mehr daran unserem Alpha zu lauschen, zumal ich eh keine große Hoffnung daran setzte das wir jetzt eine Lösung fanden.Ich setzte mich ruhig neben die weiße Fähe Guten Morgen Yin begrüßte ich sie dann und nickte ihr zu, während ich meinen Blick noch einmal durch das Lager schweifen ließ und Ruby betrachtete, sie war so groß geworden und sie sah ihrem Vater so unheimlich ähnlich, sie war die Einzige aus dem Wurf gewesen die ihm so ähnlich sahen. Ich seufzte einmal kurz und wandte dann meine volle Aufmerksamkeit der Wölfin neben mir. Was denkst du, werden wir uns einigen können, vielleicht sogar ohne Blutvergießen? fragte ich sie dann ruhig und legte meinen Kopf ein wenig schief damit ich sie ansehen konnte, da sie auf der Seite meines blinden Auges war.

BtW: Yin (die Gruppe um Ayra|die spielenden Welpen)
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