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  Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}

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 Leithra

Elite | Wölfin
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BeitragThema: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Mo 01 Feb 2016, 19:04

Eine schier endlose Weite, geprägt von schilfbewachsenen Dünen und steinigen Felsformationen. Die weißen Strände Numiors breiten sich sandüberdeckt vor deinen Pfoten aus, bereit die stürmige Brandung des Meeres der tausend Echos in Empfang zu nehmen und als Anlaufstelle für jene zu dienen, die sich vom angespülten Strandgut etwas wertvolles erhoffen. Beutetiere verirren sich nur selten hier her, aber der blutrote Sonnenuntergang vom Strand aus betrachtet ist ein wahrer Blickfang.

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 Nyroc

Einzelgänger
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   So 08 Mai 2016, 12:16

der Abgrund, der von Gras überwuchert ist <---

Das sanfte Rauschen des Meeres erreichte meine Ohren und der salzige Geruch des Wassers umspielte meine Nase. Ich kannte das Meer nur von Erzählungen und war in meiner Zeit in Numior noch nie hier gewesen. Vorsichtig tappte ich durch die Dünen, wobei mir das Laufen wegen des Sandes schwerer fiel. Dennoch kämpfte ich mich weiter, um das Meer von Nahem zu sehen. Rin hatte vor, mit mir hierher zu kommen, doch nun ist sie seit ein paar Wochen verschwunden. Noch immer vermisste ich die hübsche Fähe, doch sie war unauffindbar. Ich hatte doch gewusst, dass unsere Wege sich eines Tages trennen würden, dennoch hätte ich mich über einen richtigen Abschied gefreut. Aber man kann nicht alles haben. Nun laufe ich alleine über den Sand, zum Meer hin.

Schließlich stand ich am Meer. Die Wellen schlugen an meine Beine, doch es war ein angenehmes Gefühl. Vorsichtig watete ich weiter ins Wasser, denn ich wollte schauen, ob man hier schwimmen konnte. Doch eine Welle riss mich von den Pfoten und mein Kopf tauchte unter. Völlig orientierungslos wurde ich herumgewirbelt und schluckte viel Wasser. Doch dann schabte der Sand unter meinen Rücken und ich konnte mich wieder aufrappeln. Es war eine dumme Idee gewesen, in unbekanntes Gewässer schwimmen zu gehen! Erschöpft von dem Vorfall legte ich mich ein paar Schritte vom Wasser hin. Meine Kehle brannte vom Salz, genau wie meine Augen. Erst als ich diese schloss, brannten sie nicht ganz so sehr. Ich würde mich ein wenig ausruhen, bevor ich weiterlief, denn so würde ich nicht weit kommen. Ohne es zu merken, schlief ich ein.
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 Valiniea

Einzelgängerin
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Fr 20 Mai 2016, 09:36

----> Ahornwald

Ich trottete vom Ahornwald zum Strand.  Ich hörte das Wasser. Und Atmete die frische Luft des Wasser am Strand ein.  Ich dachte ja nicht,  das es so wunderbar geworden. Ich ging etwas durch den Sand und kam etwas vor der Mündung stehen. Es ist einfach nur toll hier.  Aber die Wärme ist hier auch etwas zu Spüren. Ich blieb stehen und schaute um mich. Ich sah ein Fremden und schaute zu ihm. Langsam ging ich auf ihm zu.  Guten Tag du sahst so aus als hättest du Ärger gehabt. Ich blieb stehen wartete ab was der Fremde zu sagen hatte.

Doch etwas komisch war es mir schon gewesen. Silence, sah jemand der noch nie hier gewesen war. Dann diesen Fremder der auch so aussah das er Ärger hatte. Ich Verstand es nicht aber es war mir auch egal gewesen. Ich schaute kurz nach oben. Dann aber wieder zu Nyroc. Tut mir Leid, Ich hätte mich Vorstellen sollen. Ich heiße Valiniea. Sagte ich freundlich zu dem Fremden. Und hoffte das ich ihn kein Ärger machte.

BtW Nyroc
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 Nyroc

Einzelgänger
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Fr 20 Mai 2016, 18:20

Die Erschöpfung hatte meine Glieder schwer gemacht und selbst meine Gedanken waren zu träge, als das ich einen vernünftigen Gedanken fassen konnte. Das Rauschen des Wassers und das Gefühl des Windes konnte ich als einziges wahrnehmen. Meine Augen waren geschlossen und selbst das Brennen in meiner Kehle wurde von meinem Körper nicht wahrgenommen. Nur langsam gewann ich die Kontrolle über jedes meiner Körperteile zurück, doch ausschlaggebend war das Geräusch von sich nähernden Pfoten. War das ein Feind? Wollte mich jemand angreifen? Mein Herz fing an, schneller zu klopfen, doch noch immer konnte ich mich nicht regen. Erst als ich eine Stimme vernahm, zog sich mein Körper zusammen und ich stand. Es dauerte, bis sich die Welt aufhörte zu drehen, doch schließlich konnte ich meinen Gegenüber sehen.

Es war eine schlanke Fähe mit einem verschiedenfarbigen Pelz und verschiedenfarbige Augen. Ich ließ mich von ihren Augen faszinieren, da das Eine eisblau und das Andere grün war. Hier gab es überraschend viele Wölfe in Numior, die andersfarbige Augen haben. Das war unheimlich und faszinierend zugleich. Ob es hier auch Wölfe gab, die völlig anders waren? Die vielleicht grünes Fell oder rote Augen hatten? Nun gut, meine Fantasie ging wohl mit mir durch, doch diese Erkenntnis verwirrte mich erstmals, weshalb ich die Worte, die die Fähe sagte, erst später realisierte. Wahrscheinlich stand ich hier wie ein nasser Köter, der noch nie von anderen Wölfen gehört hatte. Verlegen schüttelte ich mich, doch dabei spritzten die restlichen Wassertropfen durch die Luft.

Hallo, Valiniea, ich heiße Nyroc. Danke, aber es geht mir gut.

Ich ließ freundlich meine Zunge raushängen und wedelte leicht mit dem Schwanz. Es gab nicht viele Einzelgänger, die sich um andere sorgten. Und nachdem Rin mich verlassen hatte, war ich ziemlich einsam gewesen und hatte niemanden zum Reden gehabt. Nun würde sich hoffentlich eine Gelegenheit ergeben. Valiniea sah sehr nett aus, doch meine Erfahrung sagte, dass ich mich nicht nur auf das Aussehen konzentrieren darf. Mein Hinterkopf regestrierte all ihrer Bewegungen, um einen möglichen Angriff vorauszusehen.

Ich hatte nur eine kleine Auseinandersetzung mit dem Wasser. Wasser zieht mich nun mal an, dabei weiß ich doch, doch man nicht in fremdes Gewässer einfach so reinspringen darf.

Erwähnt: Valiniea
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 Valiniea

Einzelgängerin
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Fr 20 Mai 2016, 22:45

Ich beobachtete ihn erst mal. Er sah so aus als hätte er etwas Schlimmeres gesehen oder gehabt. Ich hörte ihm zu und nickte ruhig. Ich bin nur eine Fähe die Wasser gesucht hatte. Schöner nah ist deiner gewesen. Du brauchst dir keine sorgen machen. Ich bin nicht wirklich Angriff gewollt. Sagte ich zu ihm ruhig den seine Beobachtung zeigten mir etwas das er sorgen hatte. Ich bin nicht wie viele andere gewesen. Ich bin sehr friedlich und Freundlich zu vielen gewesen. Das ich jemanden angegriffen hatte das war sehr lange her gewesen Nyroc Ich schaute zum Wasser. Nein, Ich hatte eigenen Kampf gehabt und nun Verstand ich was Silence gesagt hatte. Ich schob den Gedanken weg. Das kannte ich auch. Wasser ist so schön und man hat oft mal kleine Auseinandersetzung mit Wasser gehabt. Aber bei dieser Hitze war Wasser sehr erholsam gewesen. Sagte ich noch da zu. Dann dachte ich etwas weiter und überlegte was ich noch sagen könnte.

BtW Nyroc

Sagte was, schaute zu ihm, Dachte, erinnerte mich, lenkte mich ab.
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 Nyroc

Einzelgänger
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Sa 21 Mai 2016, 17:08

Die Fähe versuchte mich zu beruhigen. Sie erzählte, dass ihr letzter Angriff vor längerer Zeit gewesen war und das sie friedlich ist. Natürlich konnte das jeder erzählen, doch sie machte nicht wirklich einen Eindruck, als ob sie irgendjemanden an die Kehle wolle. Zwar blieb ich noch immer auf der Hut, doch meine Augen zeigten nun etwas mehr Vertrauen. Zögernd ließ ich mich auf mein Hinterteil nieder und kratzte mir am Ohr. Valiniea erzählte noch was von der Hitze und das Wasser dabei sehr erholsam war, doch das war mir nichts neues. Ich hasste die Hitze, da mir durch mein dichtes Fell sehr schnell warm wurde, doch da ich mein Nest in die Nähe des Sees errichtet hatte, litt ich nie unter Durst oder Überhitzung. Doch scheinbar hatte sonst niemand so vorrausschauend gedacht.

Von diesem asser würde ich jedenfalls nichts trinken, da brennt dir die Kehle von und du bekommst noch mehr Durst. Aber du lebst wahrscheinlich länger als ich hier, also weißt du das sicherlich.

Ich wollte nicht als Besserwisser oder sonst was abgestempelt werden, dennoch wollte ich die junge Fähe warnen. Sie war jünger als ich, aber dennoch scheint sie schon viel zu wissen. Als Einzelgänger hat man ja auch keine andere Wahl, denn sonst starb man. So wie mein Bruder... aber bei ihm war es nicht Dummheit, sondern unglaubliches Pech gewesen, doch daran wollte ich nie wieder denken. Nachdenklich schaute ich die Hellbraune an und überlegte, ob ich sie zum See bringen soll, damit sie sich dort erfrischen konte. Dennoch verwarf ich diesen Gedanken, da sie sicherlich schon den See kannte und ich sie nicht zu meinem Rückzugsort führen wollte.

Erwähnt: Valiniea
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 Valiniea

Einzelgängerin
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Mi 01 Jun 2016, 19:55

Ich wusste, nicht wieso er so abweisend gegen andere gewesen war. Aber es war mir auch egal gewesen. Als er mir dann sagte das dieses Wasser nicht trinkbar wäre. Nickte ich erst zu Stimmend. Als ich so ihn beobachtet hatte wusste ich nicht was ich noch sagen sollte. Dann viel mir eins ein. Meerwasser kann man nie trinken das wusste ich auch schon. Aber ich suchte einen Fluss der vielleicht hier ans Meer ein mündete. Denn da kann man hofft Glück haben, das es da trinkbares Wasser geben kann. Ich setzte mich und schaute auf das Meer. Es hatte ja schon was beruhigendes von sich gehabt. Aber ich mochte doch lieber die Berge. Ich glaube, das es nichts bringen würde. hier einen Fluss zu finden, der ins Meer ein münden würde. Ich merkte langsam auch hier am Strand das die Wärme immer stärker wurde. Ich glaube, das es mein letzter Sommer gewesen war. Sagte ich auf einmal und wusste nicht wieso ich das gesagt hatte. Aber das ist auch nicht so wichtig gewesen. Ich werde mein bestes tun und solange durch halten wie ich es noch schaffen könnte. Antwortet ich auf einmal. Was erzählte ich da es interessiert niemand was ich jemals erlebt hatte. Ich schaute dann auf Nyroc und wartet etwas ab. Ich weis nicht, was du alles erlebt hast oder wieso du sorgen hättest das ich dir was an tun würde. Nur ich weis das es hier derzeit nicht alles mit rechten ins Lande gehen wird. Man merkt das bald etwas grausames Passieren würde. Sagte ich und wusste das es ihm auch nichts interessieren würde. Doch ich wusste eins ich hatte hier neue Freunde gefunden und auch neue Feinde. Ich frage mich eigentlich was Hachiko nun machen würde. Den habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Dachte ich aber schob diesen Gedanken weg und konzentierte mich auf Nyroc.

BtW Nyroc

Beobachte; sagte was, dachte was konzentrierte mich, haste innerlich auch diese Hitze
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 Nyroc

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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Di 07 Jun 2016, 15:21

Langsam begann ich mich, in ihrer Nähe zu entspannen. Valiniea hätte mich sicherlich schon längst angegriffen, wenn sie dies vorgehabt hätte, aber das hatte sie bisher getan. Auch hatte sie mir nicht gedroht, weshalb ein Angriff wohl nicht an ihrer Tagesordnung stand. Doe Wölfin meinte, dass man Meerwasser niemals trinken könne und ich schnaubte zustimmend. Schließlich hatte ich es gerade am eigenen Leib erfahren können. Noch immer brannte meine Kehle von dem versalzten Wasser und mein Rücken tat vom schaben der Kieseln weh. Dennoch wollte ich mir nichts anmerken lassen und schaute die Wölfin nur nachdenklich an. Wenigstens hatte sich der vorsichtige Ausdruck von meinen Augen entfernt und gaben nur zurückhaltende Neugierde preis. Ich hatte schon ewig lange nicht mehr mit einem anderen Wolf reden können.

Ich wusste nicht, dass man Meerwasser nicht trinken kann. Wo ich herkomme, gibt es kein Meer und die Wölfin, die mich hier aufgegabelt hat, ist verschwunden, bevor sie mir das Meer zeigen konnte. Deswegen musste ich es auf die harte Weise erfahren.

Mein bellen war ein wenig heiser, dennoch konnte man die Belustigung heraushören. Doch mein Herz verkrampfte sich, als ich von Rin redete. Ich vermisste sie so sehr und doch war sie seit längerem verschwunden. Ob ich sie jemals wieder sehen würde, stand wohl in den Sternen geschrieben. Trotzdem werde ich ihren Duft niemals vergessen und auch nicht das, was sie mir gezeigt hatte. Ich werde mich wohl niemals dafür revangieren können... Schnell wand ich meine Aufmerksamkeit wieder der hellbraunen Fähe zu, die von einem Fluss sprach, der am Meer münden sollte. Von sowas hatte ich noch nie etwas gehört und gesehen erst recht nicht. Zudem meinte sie, dass dies wohl ihr letzter Sommer gewesen ist, was mich sehr schockierte. Wovon redete sie eigentlich?

Nun sei doch nicht so. Klar, das Wetter wird wärmer und auch das Wasser geht etwas zurück. Aber in den Bergen gibt es einen See, der noch Wasser führt. Also brauchst du vor dem Verdursten noch keine Angst zu haben.

Mir war nicht wohl dabei, ihr meinen Lagerplatz zu nennen, dennoch wusste sie ja nicht, dass ich dort lebte. Wenn sie kam, könnte ich mich ja verstecken oder so tun, als sei ich zufällig dort. Also würde dies kein großes Problem werden. Tatsächlich hatte der See noch Wasser geführt, auch wenn es ziemlich zurückgegangen ist. Dennoch konnte ich darin noch schwimmen und Fische fangen. Ich war ernsthaft besorgt um die Fähe, da sie nicht so optimistisch war, was den Sommer anging. Sie meinte, dass etwas grausames passieren würde, doch ich konnte mir nicht vorstellen, um was es sich handeln sollte. Beruhigend brummte ich, damit sie nicht ausflippte oder so.

Erwähnt: Valiniea
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 Valiniea

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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Do 09 Jun 2016, 15:27

Ich bekam nicht wirklich alles mit. Was er gesagt hatte. Als er aber das Verdursten ansprach schaute ich ihn an. Und war erst mal ruhig gewesen. Dann dachte ich auch weiter. Das meinte ich nicht eigentlich. Ich wollte mich bald einen Rudel anschließen und mit ihnen Zusammen weiter hin Leben. Aber ich dachte auch an einer Reise ins neue Land zu machen. Das alles ging mir durch den Kopf. Die Dürre ist nicht mein Problem gewesen Nyroc. Ich dachte an was anderes. Ist aber auch egal gewesen. Nun stand ich wieder da und sagte etwas aber erklären das konnte ich nicht wirklich. So machte ich mich selber nieder. Das ich auch zu sehr gezeigt hatte. Ach ist auch egal. Vergessen wir es lieber und wenn du weißt, wo es in den Bergen der See wäre dann würdest du mir sehr weit helfen. Ich hatte nie vorgehabt andere um Hilfe an zu betteln. Aber diese Dürre forderte alles ab, was ich jemals gewusst hatte. Ich wüsste wenn es kalt war dann kann ich alles schaffen. Aber in so eine Dürre da war ich Hilflos gewesen. Erzählte ich und wusste nicht ob es wichtig gewesen wäre. Ich hatte so viel Niederlagen gehabt in meinen Leben. So viel hatte ich Falsche gemacht. Nun da ich alles verloren hatte wusste ich auch nicht mehr weiter. Ach was brachte es sich selbst zu hassen. Ich hätte im Kampf sterben sollen das wäre besser gewesen. Schoss es mir heraus. Ich sagte es und wusste nicht mal das ich so was von mir gedacht hätte.

Bzw Nyroc

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 Nyroc

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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Fr 10 Jun 2016, 19:35

Verwirrt leckte ich mir über die Lefzen. Wenn sie nicht über die Dürre sprach, wovon redete sie dann? Hatte sie Probleme mit anderen Wölfen? Oder wollte sie Numior verlassen? Numior verlassen... Ich war schon länger hier, als beabsichtigt und dennoch hatte ich noch nicht Bedürfnis, weiterzuziehen. Es war schön hier und wenn man sich hier auskannte, dann konnte man unfreundlichen Wölfen ausweichen. Hier könnte ich mich niederlassen, denn hier würde mich meine Vergangenheit nicht einholen. Einige Jahre sind seitdem vergangen und langsam fühlte ich mich sicher. Hier kannte mich niemand, der mich unter den Namen Soren kannte. Um eine Sorge weniger dachte ich über meine neue Sorge nach: Valiniea. Was meinte sie damit, dass dies ihr letzter Sommer hier wäre? Doch scheinbar wollte sie nicht weiter darüber reden, denn sie wechselte schnell das Thema.

Um ihr einen Gefallen zu tun, ging ich nicht näher auf dieses Thema ein und lauschte ihren Worten. Sie schien sich zu freuen, dass ich einen See kannte, der noch nicht ausgetrocknet war. Natürlich hatte ich vor, sie dorthin zu führen, denn es wäre schon komisch, wenn ich ihr plötzlich meine Hilfe verweigerte. Valiniea erzählte mir, dass sie sich bei Kälte besser zurecht fand und ich nichte zustimmend. Mein Pelz war praktisch im Winter, um mich warm zu halten, doch im Sommer wurde mir schnell zu warm. Deshalb sah ich immer zu, dass ich in der Mittagshitze in der Nähe eines Flusses war, was mich wieder zu meinen See brachte. Die Hitze nahm immer mehr zu und ich fing langsam an, zu hecheln. Wenn wir gehen wollten, dann mussten wir es schnell tun, bevor mich die Hitze komplett niederstreckte. Langsam erhob ich mich auf alle viere.

Dann komm mit. Wir haben eine kleine Strecke vor uns und wir sollten vor der Mittagshitze am See sein. Um diese Tageszeit laufe ich nämlich nicht mehr.

Ich drehte mich um, um sie zu führen, als die Wölfin etwas merkwürdiges sagte. Sie redete von einem Kampf, in dem sie hätte sterben sollen. Ich wusste nicht weshalb, aber diese Bemerkung machte mich wütend. Niemand wusste, wie schlimm es war, wenn jemand starb, egal ob im Kampf oder hinterhältig im Rücken. Ich drehte mich wieder zu der Fähe um und starrte sie ungläubig und wütend zugleich an. Was hätte ich getan, wenn mein Bruder das gesagt hätte? Ich hätte ich angefaucht, gesagt, dass er nicht wüsste, wovon er redete. Doch diese Wölfin kannte ich kaum und deshalb konnte ich ihr doch nicht das selbe sagen, was ich meinem Bruder gesagt hätte. Deshalb dauerte es eine Zeit, bis ich Worte gefunden hatte, die meine Wut einigermaßen beschreiben konnten.

Ich weiß zwar nicht, was du meinst oder von welchem Kampf du sprichst, aber es muss einen Grund geben, dass du überlebt hast. Sieh es als Geschenk an und vergeude dieses Geschenk nicht in Selbsthass. Ich würde alles, wirklich alles, dafür geben, dass mein Bruder den Kampf gewonnen hätte, doch ich bin allein. Und dann kommst du und bereust es, dass du überlebt hast. Sei lieber dankbar und denk daran, dass nicht jeder das Glück hat.
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 Valiniea

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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Sa 11 Jun 2016, 10:15

Ich merkte das ich etwas viel über mich geredet hatte. Denn auch er wurde etwas sauer auf das was ich gesagt hatte. Ich bereute es schon das ich das gesagt hatte. Das Leben war mir immer am schönsten für mich gewesen. Sich stand auf und schaute nur kurz zum Meer zurück. Dann aber hatte Nyroc gesagt das er mir helfen wollte. Ich nickte nur zustimmend und ging dann langsam ihm nach. Als er was gesagt hatte über sein Bruder stockte ich kurz und bliebt stehen. Um seine Worte zulauschen. Er hatte Rechte gehabt. Ich sollte Glücklich sein, das ich noch am Leben gewesen war. Ich schaute ihn nur an dabei sagte ich erst mal nichts. Den ich wollte nur aus dieser Hitze raus. Da war dieser See eine sehr gute Wahl gewesen.

Dann sollten wir auch los gehen. Ich hoffe das wir es noch gut schafften in die nahe des Berges zu kommen. Bevor, diese Hitze das Land wieder in seinen Bann gezogen hatte.
Ich wollte grade weiter gehen als mir einfiel das ich den Weg zwar in die Berge kannte aber nicht, wo der See sein sollte. Dann könnten wir nun besser weiter gehen. ich werde dir unauffällig folgen. Nyroc. Du wirst nicht bemerken das ich überhaupt da gewesen war. Sagte ich nur und wartet das er weiter geht. Ich muss mich an einen Wolf Rechen. Er hatte mich angegriffen gehabt. Und das konnte ich nicht gut heißen.Dachte ich und wurde etwas ruhiger. Das er etwas Wütend gewesen war, nahm ich ihn nicht so Übel. Auf mich könnte man derzeit nur sauer sin. Ich bin wirklich am Überlegen, ob ich eines Tages mich ein Rudel anschließe oder vielleicht auch für eine kurze Zeit nicht hier sein. Ich denke das werde ich mir noch Überlegen-Dachte ich und merkte auch nicht wirklich etwas.

BtW Nyroc
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 Nyroc

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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Mi 15 Jun 2016, 19:32

Nach meinem Ausbruch leckte ich mir nervös über die Lefzen. Ich hatte noch nie über meinen Bruder geredet, schon alleine an ihn zu denken tat mir fast körperlich weh. Dennoch hatte mich diese Fähe so in Rage gebracht, mit ihrem Selbstmitleid, dass mir das rausgerutscht ist. Joffentlich stellt sie mir jetzt keine Fragen über ihn, denn sonst würde ich sie ohne ein weiteres Wort hier stehen lassen, ob sie meine Hilfe brauchte oder nicht. Doch nun, da ich meinen Bruder erwähnt hatte, konnte ich die Flut der Erinnerungen nicht mehr zurückhalten und sah schon fast bildlich, wie ich meinen Bruder und meine Mutter tot aufgefunden hatte. Wie ich voller Rachegedanken den Mörder gesucht hatte, um festzustellen, wie mein eigener Vater sie tötete. Schnell schüttelte ich mich, so als ob ich die Erinnerungen wie Wasser abschütteln könnte.

Nun konnte ich Valiniea wieder klar sehen und bemerkte, dass sie ernüchtert wirkte. Wahrscheinlich hatten meine Worte ihre Wirkung nicht verfehlt und sie schien sich nicht mehr ganz so zu bemitleiden, was wohl besser für sie wahr. Zufrieden zuckte ich mit einem Ohr und legte mein Fell wieder an, dass sich unbeabsichtigterweise augestellt hatte. Scheinbar wollte sie das Thema wechseln und erinnerte mich, dass wir zum See wollten, von dem ich ihr erzählt hatte. Nun, da ich keinen Grund hatte, ihr die Hilfe zu verweigern, musste ich ihr wohl den Weg zeigen, auch wenn mir nicht ganz so wohl bei der Sache war. Vielleicht sah man ein wenig Widerwillen in meinen Augen, doch schnell dachte ich daran, dass ich damit jemanden half. Sofort wurde mein Blick wieder klarer und freundlicher.

Dann lass uns aufbrechen.

Valiniea schien mir nicht den Rücken zukehren zu wollen, was natürlich völlig verständlich war. Schließlich kannte sie mich nicht und ich könnte sie genauso gut von hinten anfallen. Doch genauso wenig kannte ich sie, weshalb meine Ohren nach hinten gerichtet waren, um einen möglichen Angriff vorauszuahnen. Die Wärme nahm langsam zu und die Fähe tat ganz recht daran, mich zu erinnern, uns zu beeilen. Niemand lief gerne in brütender Hitze herum. Doch unser Weg war beschwerlich, da wie zu den Bergen mussten. Aber die Aussicht auf frischere Luft und kühles Wasser trieb mich an, wobei mir erst jetzt einfiel, dass wir womöglich die beiden Wölfe begegnen werden, die einen anderen Wolf bedroht hatten. Hoffentlich waren sie weitergezogen, oder wir mussten uns verbergen, bowohl es auf der Klipee wenige Versteckmöglichkeiten gibt.

der Abgrund, der von Gras überwuchert ist --->
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 Valiniea

Einzelgängerin
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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Do 16 Jun 2016, 18:28

Ich vernahm ihrer Worte. Aber ich wollte sie nicht wirklich verinnerlichen. Ich hörte es mir an und sagte dazu nichts. Ich wollte nicht wissen, was sie mit ihren Bruder hatte. Es war mir relativ egal gewesen. Ich wartete nur ab. Als er zu mir sagte das wir aufbrechen sollten. Schwieg ich weiter. Was sollte ich dazu sagen. Wieso regte er sich auf. Ich hatte niemand und war schon lange allein gewesen. Da braucht Nyroc keine sorgen haben. Seine Familie war etwas zu gestoßen und er wollte nicht drüber reden. Als sich alles etwas beruhigt hatte und Nyroc los ging. Folgte ich ihn etwas. Doch dann blieb ich kurz stehen. Ich dachte an etwas das mir in den Sinn kam. Aber anschließend ging ich weiter. Ich holte etwas auf. So das ich neben ihm stand. Ich glaube es wäre Blödsinn gewesen hinter ihn her zu gehen. So hatte er mich und ich ihm in Auge gehabt. Langsam Tritte ich nebenher. Und versuchte nichts zu sagen. Das viel mir leichter als ich dachte. Als ich seine Ohren beobachtete merkte ich das er mir nicht wirklich gerne den Rücken zu gekehrt hatte. Das würde ich auch nie machen. Dachte ich und ging weiter.

BtW Nyroc

Abgrund der mit Gras überwucht ist
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 Jekyl Lloyd

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BeitragThema: Re: Der Strand, dessen Horizont stets leuchtet {IV}   Di 21 Jun 2016, 01:08

Erneut war ich zurückgekehrt an diesen Ort, an dem alles begonnen hatte. An dem meine Qualen mich überwältigt hatte und ich auf all diese Wölfe getroffen war. Noch immer schmerzten meine Pfoten und mein Körper wirkte geschunden und gebrochen. Nur müde sah ich auf die Wellen hinab, die sich am Strand brachen und lauscht dem Rauschen, welches sie mit sich brachten. Es war Wasser und doch... würde es keine Linderung schaffen. Denn dieses Wasser konnte man nicht trinken. Es war als würde es einen Necken und mit dem Verstand spielen. Immer wieder mit jeder neuen Welle rief es einfach nur „Trink mich... trink mich und ersticke daran.“ Ich hatte meinen Kopf auf meine Pfoten gelegt und die Augen geschlossen. Was hätte es mir gebracht sie zu öffnen, so würde ich doch immer das gleiche sehen. Die gleichen Sandkörner und das gleiche Blau. Die Sonne war so unbarmherzig und hörte einfach nicht auf, auf mich herab zu scheinen. Mich zu quälen und meinen Durst schlimmer zu machen. Mein Herz schlug schmerzhaft gegen meine Brust und zeigte mir, wie sehr es mit dem Leben kämpfte. Ich wollte nicht aufgeben.. ich hatte Angst vor diesem endgültigen Ende und doch ging mir langsam die Kraft zum kämpfen aus. Viel zu viele Kriege hatte ich nun geführt und am Ende doch immer verloren. Würde ich also aus diesen Kampf nun auch als Verlierer heraus gehen? Ich merkte wie sich die Schmerzenswelle erneut anbahnte und presste so das Kiefer fest aufeinander. In letzter Zeit war das Metall in meinen Pfoten so schrecklich heiß und so schrecklich schwer. Sie fühlten sich nicht an wie ein Teil von mir. Sondern eher wie ein Fremdkörper der sich dort hingeschlichen hatte und doch waren sie meine einzige Möglichkeit um weiter laufen zu können. Eigentlich müsste ich Tod sein und doch hatte man mich irgendwie hier her zurückgebracht. Was wohl ein Grund warum ich noch immer kämpfte und einfach nicht aufgeben wollte. Ich war noch immer am Leben. Ob das nun gut oder schlecht war, konnte ich nicht sagen. Jedenfalls war es besser, als zu sterben oder nie mehr laufen zu können. Die Schmerzen.. ja die waren zwar ein Nachteil, doch irgendwann würde ich mich wohl daran gewöhnen. Das hoffte ich jedenfalls. Ein wenig hechelte ich nun, um wenigstens ein bisschen Abkühlung zu bekommen. Viel war es nicht, aber ich stellte mir einfach vor das es half. In der Ferne glaubte ich sogar Gestalten auszumachen, aber da konnte mir auch nur mein Gehirn einen Streich gespielt haben.

BtW: Niemand
Denkt nach, zweifelt, will nicht sterben
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